Am 6.Juni findet die weltweite Einführung von IPv6 statt. An diesem Tag werden Internet Service Provider, Netzwerkhersteller und Service-Anbieter dauerhaft IPv6 auf ihren Leitungen, Geräten und Diensten dazu schalten.
(18. 01. 2012; 11:00) Mit der Entwicklung und Verbreitung des Internets zeigte sich bereits in den letzten Jahren, dass man mit IPv4 nicht mehr zu Rande kommt. Der damit gebotene Adressraum liegt bei etwas über vier Milliarden IP-Adressen.
Bei der Einführung von IPv4 nahm man an, dass dieser Umfang an IP-Adressen mehr als ausreichend sei. Im Februar letzten Jahres wurden dann die letzten zwei frei zu vergebenden Netze verteilt.
Mit der Einführung von IPv6 löst sich das Problem der Adressenknappheit in Null Komma Nichts. Der Adressraum wird von 4,3 Milliarden auf 340 Sextillionen aufgestockt. Diese Einführung bedeutet für Vint Cerf, Googles Internet-Evangelist und Mitentwickler von TCP/IP, einen Wendepunkt in der Geschichte des Internets. Nicht nur, dass es durch IPv6 wieder deutlich mehr IP-Adressen gäbe, sondern auch deutlich das Ende-zu-Ende-Prinzip des Internets wieder gestärkt werde und man so wieder zur Netzneutralität zurückfinden kann.
Unternehmen wie Comcast,XS4ALL und auch die französische Free Telecom versorgen schon viele ihrer Internet-Kunden mit IPv6. Internet Service-Provider, wie AT&T, Internode, KDDI und Time Warner Cable zählen zu den weiteren Teilnehmern. Auf der Seite der Hardware-Hersteller stehen bis dato nur Cisco und D-Link auf der Teilnehmer-Liste. Facebook, Bing, Yahoo und auch Google schließen sich dem Launch-Day an.
Am 6.Juni soll mindestens 1 Prozent der ISP-Kunden zusätzlich zu IPv4 mit IPv6 ins Netz gelangen. Dies soll Ankündigungen zufolge, weitestgehend automatisch passieren.
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