Der nächste große Kampf von Anonymous wird sich rund um das Antipirateriegesetz abspielen. Nach Polen ist nun Österreich dran.
(22.1.2012, 19:39) Soeben hat AnonAustria einen Hackerangriff auf die Webseiten des Justiz- und Innenministeriums gemeldet. Auch justiz.gv.at ist betroffen und das Wirtschaftsministerium ist ebenfalls Ziel der Hacks, aber derzeit noch online. Die österreichische Regierung will bekanntlich innerhalb der nächsten beiden Wochen das Abkommen in Japan unterschreiben.
An ACTA gibt es mindestens ebenso heftige Kritik wie an dem US-Gesetzentwürfen SOPA und PIPA. ACTA steht für Anti-Couterfeiting Trade Agreement und wurde in Geheimverhandlungen zwischen EU-Behörden, USA und Japan ausgedealt.
Das Abkommen soll in EU- und nationales Recht umgesetzt werden und nimmt ausschließlich auf die Interessen der Contentwirtschaft und der Pharmabranche Rücksicht. Für User und die Internetwirtschaft bringt es schwere Nachteile. So werden etwa teure Medikamente geschützt und Internet Service Provider werden dadurch gezwungen die Inhalte im Netz zu überwachen und zu filtern.
Dagegen machen Parteien des gesamten politischen Spektrums mobil. Viele Organisationen der Zivilgesellschaft haben sich bereits dagegen ausgesprochen, sowie die Internetwirtschaft und Gesundheitsorganisationen wie OXFAM und Health Action International.
Anonymous ist schon seit einigen Tagen dabei Webseiten der polnischen Regierung zu hacken und unter den Hashtags #AntiActa sowie #ActAgainstACTA ist jede Menge Nachrichten auf Twitter zu finden.

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