Anonymous hat ein neues Opfer gefunden, die amerikanische Third Position Partei, die als rechtsextrem gilt und hat daher erklärt, die schmutzige Wäsche dieser Partei öffentlich zu waschen.
(02.02.2012; 13:00) Die "Hackaktivisten"-Gruppe Anonymous hat E-Mails enthüllt, die Links enthalten, die von der amerikanischen rechtextremen Gruppen und der britischen rechtsextremen British National Party (BNP) geteilt wurden. Mit der Attacke "Operation Blitzkrieg" hat die Hackergruppe die Webseite sowie E-Mails der American Third Position (A3P) infiltriert.
Bei der A3P handelt es sich um eine nationalistische, politische Fraktion. In den veröffentlichten E-Mails wird der BNP Leader Nick Griffin verehrt und ebenso sind Gespräche mit dem BNP Mitglied Andrew Brons aus dem Europäischen Parlament zu finden. Die Nachrichten wurden von der Hackergruppe unter dem Titel "Good Night, White Pride" veröffentlicht. Aufgrund des Zeitstempels sowie dem Datum der E-Mails sowie der Personen, die erwähnt werden, scheint es sich um eine aktuelle Verbindung zwischen beiden Gruppen zu handeln.
In einer E-Mail vom Jänner 2010 mit dem Betreff "Your Beautiful Pontoon Bridge" wird Griffin als der effektivster weißer Aktivist der heutigen Welt beschrieben. In einer Mail vom Dezember 2009 wird er im Zusammenhang mit der Kopenhagener Klima-Konferenz erwähnt. In einer aktuelleren Nachricht wird erwähnt, dass der europäische Abgeordnete Andrew Brons an einer Telefonkonferenz mit Merlin Miller, dem Präsidentschaftskandidaten von A3P, teilnehmen wird.
Die BNP wurde von den Medien um einen Kommentar zu diesem Thema gebeten. Die Erklärung der Partei lautet, dass diese nicht wisse, ob Brons Kontakt mit der A3P Kontakt hatte oder nicht. Weiters handle es sich bei Brons um einen bekannten, aber vor allem gewählten Abgeordneten des europäischen Parlaments. Daher sollte es ihm möglich sein, sich mit anderen Personen politische Ideen auszutauschen und diese sogar teilen zu dürfen.
Die Hackergruppe Anonymous verurteilt die amerikanische Third Position als feige Rassisten mit Anzug und Krawatte, die versuchen ein professionelles öffentliches Image zu erzeugen um ihre Ansichten zu tarnen. Aus diesem Grund hat Anonymous erklärt, dass sie die komplette schmutzige Wäsche, die im Internet von dieser Fraktion zu finden ist, veröffentlicht wird. Es ist nicht das erste Mal, dass die Hackergruppe ihre Aufmerksamkeit auf rechtsextreme Gruppen zuwendet. Ein ähnlicher Hack in diesem Jahr veröffentlichte die Namen sowie Kontaktdaten von angeblichen Spendern für die Nationaldemokratische Partei Deutschland (NPD) sowie für andere rechte Sympathisanten.
Anonymous hat dem Rechtsextremismus den Krieg erklärt und hält eine starke Waffe in der Hand, das Internet. Besonders da das Internet aufgrund seiner Struktur nicht so einfach vergisst. Alles was einmal irgendwo, irgendwann gepostet wurde, kann noch Jahre später gefunden werden, selbst wenn es gelöscht wurde. Diese Ereignisse zeigen, dass die Hackergruppe von diesem Mittel gebraucht macht, um die Welt ein klein wenig besser zu machen, indem sie versuchen eine kritische Öffentlichkeit zu schaffen.

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