Seit zwei Jahren speichert Apple bereits die Geodaten der Anwender von iPhone und Co. Nun reagiert der Konzern erstmals in einem 13-seitigen Brief auf die Bedenken der Datenschützer.
(Cupertino, 21.07.2010) Im Juni änderte Apple seine Datenschutzerklärung und zog damit den Unmut von Datenschützern auf sich. Nachdem auch der US-Kongress auf die Barrikaden steigt, bezieht Apple nun Stellung in einem Brief.
Datenspeicherung
In den abgeänderten AGBs heißt es "Apple, unsere Partner und Lizenznehmer können genaue Standortdaten sammeln, benutzen und teilen, inklusive des Echtzeit-Standorts Ihres Apple-Computers oder -Geräts". Die User des Betriebssystems iOS 4 müssen diesen Bestimmungen zustimmen, sofern sie iTunes nutzen wollen.
Die aktuellen Positionsdaten der Anwender werden jedoch bereits seit zwei Jahren auf den Servern des Unternehmens gespeichert, wie aus dem Brief an die US-Abgeordneten hervorgeht. Der Konzern speichert die Daten laut eigenen Angaben in Echtzeit, jedoch anonymisiert. Verwendet werden die so erhobenen User-Fakten für die mobile Werbung (iAds) und die Applikationen, die auf GPS zurückgreifen. Zudem werden Informationen über Mobilfunkmasten und W-Lan-Spots von Apple in einer eigenen Datenbank gespeichert. Laut eigenen Angaben, nutze man diese Informationen um die Funktionen des iPhones weiter zu verbessern. Die Aufzeichnung von W-Lan-Standorten hatte bereits Google im Frühjahr Ärger eingehandelt und musste letztendlich gestoppt werden, da der Suchmaschinengigant zusätzlich die privaten Daten der Spot-User gespeichert hatte. Auch Apple wird mit diesem Vorgehen wohl die Anwender verärgern, zumal die Aktivitäten im Verborgenen stattfanden und der Konzern bisher nur dem Kongress, nicht aber den Usern gegenüber, Stellung bezog.