Apple gibt sich zwar bedeckt aber von Lieferanten werden hohe Stückzahlen erwartet. Die Auswirkungen auf Microsoft zeigen sich in der Reduzierung des Ratings durch Analysten.
(7.10.2010, 15:30) Microsoft hat bisher nur bekannt gegeben, in den ersten 80 Tagen 3 Millionen Stück verkauft zu haben. Weitere Angaben werden mit der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse am 18. Oktober erwartet.
Elizabeth Woyke schreibt in ihrem Blog auf Forbes dass der Analyst Brian White von Ticonderoga Securitys bis zu 45 Millionen Stück iPads für 2011 für möglich hält. Dies geht auf Berichte von asiatischen Lieferanten von Apple, die von Apple Vorbestellung für Komponenten erhalten haben. Aus diesen Informationen lassen sich Verkäufe im dritten Quartal 2010 von 6 Millionen und für das vierte werden 7 Millionen errechnen, also in Summe 13 Millionen im zweiten Halbjahr. Die gleiche Quelle berichtet, dass Apple im ersten Quartal mit einem 7-Zoll Gerät auf den Markt kommen will, wodurch die Verkäufe weiter steigen sollten.
White selbst erwartet allerdings nur knapp 10 Millionen Stück im zweiten Halbjahr 2010 und 21,8 Millionen Stück für 2011. Auch Piper Jaffray sagt in etwa eine ähnlich Stückzahl für 2011 voraus. Allerdings gab es auch schon weit höhere Schätzungen, wie etwa von Hedgefonds Manager Jeff Mathews, der eine Zahl von 50 Millionen Stück vorhersagt.
45 Millionen verkaufte iPads würden etwa 30 Milliarden Dollar Umsatz für Apple bedeuten. Der Umsatz Apples im 2. Quartal 2010 lag bereits bei 15,7 Milliarden Dollar, wovon bereits 14% auf das iPad entfallen waren. Für das dritte Quartal erwarten analysten nun etwa 18,7 Mrd. Dollar mit 4,7 Mio verkauften iPads. Das iPad entwickelt sich aber nicht nur zum Turbo für Apples Umsätze, sondern droht auch die gesamte Industrie zu verändern. Der Absturz des Notebook Marktes wurde bereits dokumentiert.
Analysten erwarten ziemlich negative Auswirkungen auf Microsoft. Erst vor zwei Tagen hat Goldmann Sachs die Microsoft Aktie auf Neutral heruntergestuft mit 28 Dollar als Kursziel. Als Kritikpunkte wurden hauptsächlich genannt, dass Microsoft eine kohärente Strategie für den Consumer-Markt fehle und Produkte um am boomenden Smartphone- und Tablet-Markt mit partizipieren zu können. Am Tag danach kam der zweite Dwongrade Janney Capital.
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