(13.06.2012; 13:00) Rechtzeitig zum Verkaufsstart des Samsung Galaxy S3 in den USA versuchte Apple erneut Samsung Steine in den Weg zu legen und stellte Antrag auf Vertriebsverbot. Das Galaxy S III gilt bereits jetzt als das am schnellsten verkaufte Gadget aller Zeiten, denn allein die Vorbestellungen beliefen sich bereits auf über 9 Millionen Einheiten und hierbei sind die Zahlen aus den USA noch nicht inkludiert.
Apple und Samsung versuchen nun schon seit Monaten einander zu sabotieren und überhäufen sich mit Gerichtsverfahren und Anträgen ohne, dass dabei ein Unternehmen auch wirklich einen großen Erfolg für sich verbuchen konnte und wenn doch wurde spätestens in einem Berufungsverfahren das Urteil wieder aufgehoben.
Nun versuchte das in Cupertino ansässige Unternehmen das Samsung Galaxy S III aus den US-Verkaufsregalen fern zu halten und versuchte es in ein bereits laufendes Verfahren einzubinden.
In der Originalklage geht es primär um das Galaxy Nexus, das nach Ansicht des in Cupertino ansässigen Unternehmen zwei Patente verletzt und das soll nach wie vor auch beim Galaxy S III der Fall sein. Zum einen werden angeblich Suchtechniken bei den beiden Geräten eingesetzt für die Apple die Patente besitzt und bei der zweiten Funktion bei der ein Gerät Daten erkennt und dem Nutzer die dementsprechenden Optionen anbietet, sei dies ebenso ein Apple-Patent.
Für Apple ist dieser Antrag legitim da sich die beiden Geräte nur farblich voneinander unterscheiden. Samsung kontert hingegen, dass die Ergänzung des Samsung Galaxy S3 zu einer bereits bestehenden Klage ungerechtfertig ist.
Nun meldete sich die zuständige Richterin Lucy Koh zu Wort und hat durchaus schlechte Nachrichten für Apple, denn aufgrund ihres dichtgedrängten Zeitplans wird es ihr nicht möglich sein, vor dem Verkaufsstart in den USA die Angelegenheit zu verhandeln. Zwar gab die Richterin dem Unternehmen die Option Antrag auf einstweilige Verfügung einzureichen, doch das würde den Release-Termin nur verzögern und nicht, so wie von Apple gefordert, gänzlich verhindern.
Auch wenn von der Richterin als Grund für die Terminschwierigkeiten ein weiteres von Apple gegen Samsung eingebrachtes Verfahren vorgebracht wird, zeigt sich Apple über diese Entscheidung durchaus empört.
Es scheint dennoch so weit zu sein, dass die US-Richter diese vor Gericht ausgetragenen Fehden nicht mehr länger dulden wollen, denn erst kürzlich wurde von Richard Posner ein Verfahren von Motorola gegen Apple eingestellt.
Somit scheint auch dem Weg des Samsung Galaxy S3 in die USA nun tatsächlich vorerst nichts im Wege zu stehen.
Wenn du immer über die wichtigsten News informiert sein willst, so folge uns auf Facebook, Twitter, Google+ oder klicke auf den RSS Button weiter unten.