Kein Plattenproduzent, sondern ein Techniker ist heutzutage der wichtigste Mensch der Musikindustrie. Daniel Ek gründete den Musik-Service Spotify und hat damit die Musikwelt auf den Kopf gestellt. Die Musikindustrie verdankt dem schwedischen Unternehmen viel.
(05.01.2012; 13:00) Daniel Ek, der Gründer des schwedischen Musik-Services Spotify, betreibt seinen Dienst mittlerweile in 12 verschiedenen Ländern. Einige dieser Länder erhielten erst vor kurzem Zugang zu diesem Service. Um seinen Dienst voranzutreiben reist er quer durch die Welt. In der kommenden Woche ist ein Presseevent in New York geplant, dies berichtete das Forbes Magazin.
Auf dieser Pressekonferenz soll die neue Plattform von Spotify vorgestellt werden. Ek verkündete, dass diese Plattform für ihren ersten offiziellen Auftritt eigentlich noch nicht bereit ist, da sie sich noch im Entwicklungsstadium befindet. Die neue Plattform soll die Musikwelt wieder verändern. Die veränderte Realität des Musikgeschäfts hat Stockholm zum musikalischem Zentrum gemacht und Ek zum wichtigsten Menschen innerhalb der Musikbranche.
Die Musikindustrie hat mehr als ein Jahrzehnt auf Ek gewartet oder besser auf jemanden, der etwas entwickeln konnte, dass für die Verbraucher verlockender ist als Piraterie und gleichzeitig auf einem stabilem Umsatz-Modell aufbaut. In den 90iger Jahren haben Shawn Fanning und Sean Parker mit ihrer kurzlebigen, illegalen Download-Seite Napster großen Einfluss genommen. Die Einführung von Napster ist für Ek das Ereignis, das im am meisten verändert hat. Dieser Service war schnell, frei und grenzenlos.
Mit der Entwicklung von iTunes versuchte Steve Jobs der Branche ein Heilmittel anzubieten. Die Verbraucher wurden in diesem Service angeleitet anstatt CDs nur mehr Singles eines Künstlers zu kaufen. Diese Entwicklung nahm der Branche das Lebenselixier und verhalf Apple zu einem enormen Profit. Die Einnahmen der Musikindustrie betrugen laut IBIS World 1999 gesunde 56,7 Millionen Dollar, diese sind bis 2011 auf 30 Millionen Dollar gefallen. Laut Forbes rettet Spotify die Musikindustrie vor Piraterie sowie iTunes.
Ek möchte etwas bewegen. In der aktuellen Technik-Welt, wo Google die Suche, Facebook die Identität und Amazon den Einzelhandel bietet, möchte er, dass Spotify den Soundtrack liefert. Spotify soll mehr sein als ein bloßer Musik-Player. Er möchte er dem Service ein komplettes Musik-Ökosystem schaffen. Über dieses System soll jeder User legal Zugang zu fast jedem Song erhalten, dies sowohl gratis als auch kostenpflichtig.

(
)
© Telekom-Presse
 |
Reaktionen auf diesen Artikel
|
|
Es wurden noch keine Reaktionen in diesem Forum eingegeben.
|
|