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Das Verhältnis der NFL zu den sozialen Medien

 

Die NFL hat die strengen Regeln in der Verwendung der sozialen Medien aufgehoben. Die Liga gibt den Spielern nur noch die Ratschläge darauf zu achten, was sie veröffentlichen. Viele Spieler nutzen die sozialen Kanäle um mit ihren Fans in Kontakt zu treten und die Fans heißen diese Möglichkeit willkommen.

 

(03.11.2011; 10:00) Einige Personen nennen die NFL (National Football League) die No Fun League - diesen Namen verdankt die Liga einigen Regeln, die sie aufgestellt hat. Die Mächtigen innerhalb der NFL haben das Feiern in der Endzone nach einem Touchdown verboten und strafen es mit 15 Yards Raumverlust für Verspotten des Gegners. Ebenso übertragen sie keine Heimspiele mehr im Fernsehen, die nicht ausverkauft sind. Die Liga hat sogar festgelegt, wann und wo sich die Cheerleader bewegen dürfen. Allerdings wurde die NFL im Bereich der sozialen Medien etwas lockerer.

 

Noch vor zwei Jahren hatte die Liga strenge Regeln im Umgang mit Twitter und Facebook, aber diese Tage sind vorbei. Die NFL hat nun die Macht von sozialen Medien erkannt und ist auf den Zug aufgesprungen. Jetzt ist es jedem in der NFL erlaubt, angefangen bei den Trainern über die Teambesitzer zu den Spielern sowie Fans, diese zu nutzen. Die Liga beheimatet 32 Mannschaften und eine jede verfügt über eine soziale Präsenz. Die Mitarbeiter dieser Teams beobachten Facebook und Twitter um zu ermitteln, was über ihre Organisation gesagt wird. Laut einigen Berichten wird nun von den sogar Mitarbeitern erwünscht Gesprächen zu folgen und auf neue Kommentare innerhalb von 5 bis 10 Minuten zu reagieren. Die Teams sind sich im Klaren darüber, dass sich Nachrichten schnell verbreiten können und jede Verzögerung ein Verlust für sie bedeuten könnte.

 

Die NFL Facebook-Seite hat mehr als 4 Millionen Fans und @nfl besitzt fast 2,5 Millionen Follower auf Twitter. Jeff Berman, GM von NFL Digital, erklärte gegenüber Mashable, dass das Ziel in der Vergangenheit war auf den Traffic zu achten, denn jeder Beitrag wurde genutzt um die User wieder zurück auf die NFL.com Seite zu führen. Zwar ist dies immer noch ein Ziel, doch versucht das Unternehmen den Schwerpunkt immer mehr auf Engagement, Teilen und Gemeinschaft zu legen. NFL Digital möchte ermitteln, wie sich Fans in einem Gespräch engagieren, ob sie lustig, ernst oder kontrovers diskutieren. Ein Großteil des Engagements wird von den Spielern selbst gemanagt, über ihre Facebook und Twitter-Accounts sind sie in der Lage Informationen mit anderen Spielern zu teilen und mit den Fans in Interaktion zu treten.

 

Nachdem die Liga das Verbot über die Twitter-Verwendung aufgehoben hat, warnt die NFL die Spieler aber davor vertrauliche Informationen preiszugeben. Am Anfang machten einige Spieler Social-Media-Fehltritte, aber jetzt sind diese im Umgang mit den sozialen Medien versierter, denn sie wissen, dass alle Informationen, die sie tweeten, sich schneller verbreiten, als Informationen über andere Kanäle. Einer der aktivsten Nutzer von Twitter ist der Wide Receiver der New England Patriots Chad Ochocinco. Im Jahr 2009 hat sich dieser Spieler gegen das Twitterverbot aufgelehnt. Er verfügt über fast 3 Millionen Follower.

 

Andere großen Namen in den sozialen Medien der NFL sind der freie Agent Terrel Owens, der Wide Receiver der Buffalo Bills Steve Johnson und der Tight End der New England Patriots Rob Gronkowski, aber es gibt über Hunderte zur Auswahl. Jeder dieser Spieler weiß, dass er seine eigene Marke ist und die sozialen Medien spielen bei der Expansion dieser Marke eine entscheidende Rolle. John Thorten, der frühere Defensive Tackle der Cincinnati Bengals sowie Tennessee Titans, tätigte eine interessante Aussage während seines Mashable Interviews. Er meinte, dass die sozialen Medien den Platz von Autogrammen eingenommen haben. Die Fans möchten jetzt nicht mehr nur Autogramme, sondern sie wollen vor allem, dass der entsprechende Spieler ihnen etwas über Twitter oder Facebook mitteilt.

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