Datenschützer gehen weiterhin gegen die Vorwürfe, Facebook Irland betreffend vor. Auch der Vorwurf soll geprüft werden, Facebook erstellt Schattenprofile – und das nicht nur von registrierten Usern.
(24.10.2011, 11:35) Nachdem der österreichische Jus-Student Max Schrems 22 Beschwerden gegen Facebook in Irland eingereicht hat, werden Datenschützer hellhörig. Die Frage, welche Daten Facebook von uns speichert und verwertet werden, bleibt nach wie vor aufrecht. Nun soll ermittelt werden, wie weit der Vorwurf stimmt, Facebook erstelle Schatten-Profile, nicht nur von seinen Mitgliedern. Der Irish Data Protetection Commissioner (IDC) habe die Ermittlungen bereits eingeleitet.

Der Vorwurf lautet folgendermaßen: Der europäische Sitz von Facebook in Irland habe private Daten von Usern erfasst und damit Profile erstellt – die so genannten Schattenprofile. Bei den verwendeten Daten soll es sich um Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, berufliche Informationen und auch die sexuelle Neigung handeln.
Berichten zufolge sollen jene Facebook-Nutzer betroffen sein, die außerhalb der USA und Kanada leben. Bislang ist nicht klar, ob Facebook die Daten seiner User jemals an Partner weitergegeben hat, oder nicht. Die Untersuchungen sollen einige Zeit in Anspruch nehmen.
Schrems ist zudem Initiator der Gruppe „Europe vs. Facebook“ und ruft User dazu auf, ihr Daten bei Facebook anzufordern. Mittlerweile dürft die Nachfrage sehr groß sein, denn Facebook nicht mehr in der Lage, die Daten innerhalb des vorgeschriebenen Zeitraums, an die User auszugeben.
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