Die Ultrabooks kommen

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Die Ultrabooks kommen

 
 

Es scheint als würden Tablets durch Ultrabooks ersetzt werden. Letztes Jahr fanden sich auf der CES (Consumer Electronics Show) eine Vielzahl neuer Tablet-Modelle. Heuer sind hingegen Ultrabooks am Vormarsch und scheinen für 2012 zum neuen Standard zu werden.

 

(10.01.2012, 11:30) Vor allem wegen Investitionen von Intel scheinen Ultrabooks in 2012 auf den Vormarsch zu sein. Waren es ein Jahr zuvor noch Tablets, die den Markt dominierten, findet man heuer zahlreiche neue Ultrabook-Modelle, die der Computer-Welt einen neuen Anstrich geben.

 

Intel hat insgesamt 300 Millionen Dollar investiert, um neue Hersteller zu gewinnen, die sich nun auf diese neue Computerart spezialisieren. Das Hauptziel besteht dabei darin, den angeschlagenen Notebook-Bereich wieder aufleben zu lassen, indem man in eine Kategorie einsteigt, die zwar dem Notebook zuzurechnen ist, dennoch aber Tablet-ähnliche Vorzüge ausweist.

 

Intel hat sowohl bei dem iPad-Boom, als auch bei der rasant wachsenden Nachfrage nach Smartphones zu zögerlich reagiert und versucht diesen Fehler nun wettzumachen, indem sich das Unternehmen mit aller Kraft auf Ultrabooks konzentriert.

 

Ultrabooks: Das neue iPad?

Das Unternehmen hofft wohl auch darauf, dass das Ultrabook sich zur lukrativen iPad-Alternative entwickelt. Dies kann vor allem für Unternehmen eine Rolle spielen und hier tatsächlich umgesetzt werden. Ultrabooks bestechen nämlich nicht nur durch ihre Mobilität, da sie dünn und leicht sind, sondern auch durch ihre Eleganz. Zudem sind sie, wegen Tastatur und entsprechender PC-Ähnlichkeit vielseitiger einsetzbar als Tablets und haben daher durchaus das Zeug dazu, den Mini-Computer zu schlagen.

 

Charles King, Chefanalyst von Pund-IT Inc. meinte dazu, dass das iPad sicherlich das Ziel in puncto Mediennutzung und Akkulaufzeit vorgegeben hat. Diese gelungenen Umsetzungen gingen aber spürbar zulasten der Funktionalität des Gesamtsystems und der Leistung. Nicht zu vergessen sind auch die Einbußen bei der Flexibilität, wenn man bedenkt, wie aufwendig es sein kann, Apple-Produkte zu verwalten und abzusichern. Mit Ultrabooks sollen Konsumenten nun keine Kompromisse mehr eingehen müssen und sämtliche Vorteile nutzen können.

 

Kritiker hingegen halten Ultrabooks für nichts weiter als Imitationen des beliebten MacBooks Air und sind der Meinung, dass es sich nur um einen der zahlreichen Versuche handelt, ein erfolgreiches Apple Produkt zu kopieren.

 

Ob die Ultrabooks tatsächlich ihren Siegeszug antreten, wird sich noch zeigen. Sicher ist aber, dass die Chancen dafür sehr gut stehen, allerdings wesentlich von der Preispolitik der Hersteller abhängen. Gelingt es, die neuen Produkte gut zu vermarkten und wirklich mehrere Segmente damit abzudecken, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Geräte schnellen Absatz finden werden. Bei Intel liegt der Einstiegspreis derzeit bei 800 Dollar. Es wird aber versucht, den Preis unter 700 Dollar bis Ende des Jahres senken zu können.

 

Ivy Bridge

Die CES gibt auch einen Einblick in die Zukunft des Ultrabooks. Ende des Jahres sollen die neuen Geräte auf der Basis der neuen Prozessor-Generation Ivy Bridge laufen. Acer hat dabei mit dem Aspire S5 bereits einen ersten Einblick gegeben. Der Prozessor soll dabei neben 20 Prozent erhöhter CPU-Leistung zu einer Verbesserung der Grafik um ganze 30 Prozent führen. Zudem wird auch der Stromverbrauch eingespart und soll lediglich sparsame 17 Watt betragen.

 

 

Sprachsteuerung und Touchscreen

Wie man aufgrund einer Partnerschaft mit Nuance vermuten kann, werden auch neue Features wie Spracherkennung und Gestensteuerung sowie Touchscreen-Bedienung zum Einsatz kommen. So wie beim iPhone, welches auch auf Nuance Know How basiert, kann man dem Notebook in Zukunft Sprachbefehle geben. Neun Sprachen werden dabei erkannt, darunter auch Deutsch. Zudem ist die Software lernfähig.

 

Auch Touchscreen-Bedingung wird vorgesehen sein. Es wird angekündigt, dass etwa 75 Ultrabooks Modelle mit einem Touch-Bildschirm versehen sein werden, was insbesondere auch die Nähe zum Tablet unterstreichen soll.

 

 

Eine weitere Neuerung, die etwa beim Modell "Nikiski" zum Einsatz kommt, ist ein durchsichtiges Touchpad als Zweitdisplay. Wenn das Notebook geöffnet ist, kann es als normale Maussteuerung eingesetzt werden. Ist das Gerät geschlossen, sieht man auf einer transparenten Fläche einen Ausschnitt des Bildschirms, auf den man wichtige Termine, Apps, E-Mails etc. anordnen kann. Auch das Browsen ist über diese äußere Fläche möglich, was das Tablet-Feeling verstärkt.

 

Wie schnell sich die Ultrabooks am Markt etablieren werden, wird sich im Laufe des Jahres zeigen. Sicher ist aber, dass damit eine Variante geschaffen wurde, die sowohl Vorteile des Tablets mit denen von Notebooks kombiniert.

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