Ein Themenschwerpunkt beim heurigen E-Day war das Cloud Computing. Für Unternehmen bieten sich Chancen und Gefahren.
(Wien, 5.3.2010) Im Rahmen des heurigen E-Day der Wirtschaftskammer Österreich wurde auch dem Thema Cloud Computing Platz eingeräumt. Experten erörterten die Chancen und Gefahren der Auslagerung von IT-Services innerhalb von Unternehmen.
Nutzen
Während private User das Prinzip Cloud Computing bereits zahlreich durch Dienste wie Picasa und Co nutzen, wird das Thema Cloud Computing in Firmen teilweise nur sehr zaghaft umgesetzt. Die Experten gaben am E-Day die Empfehlung ab, sich diesem Technologie-Trend zu öffnen. Unternehmen können sich dadurch Ausgaben für teure Lizenzen und Software einsparen und von einer Schonung der eigenen Ressourcen profitieren.
Datenschutz in der Cloud
Neben den finanziellen und zeitlichen Vorteilen die die Cloud bietet, sehen sich Unternehmen allerdings auch mit heiklen Datenschutzfragen konfrontiert. Zu klären ist zunächst wer Zugriff auf die extern ausgelagerten Daten erhält. "Jedes Unternehmen muss diese Frage letztlich für sich selbst gewichten. Wenn der Nutzen überwiegt, nimmt man das Risiko aber gerne in Kauf", meint René Gayer, Geschäftsführer von MBS Training. Vertrauliche Daten von Kunden sollten aufgrund dessen gar nicht erst ausgelagert werden. Auch Harald Leitenmüller, Leiter "Developer and Plattform Evangelism" bei Microsoft, riet Unternehmen im Rahmen des E-Day dazu, sensible Daten im Unternehmen zu behalten, da die rechtlichen Rahmenbedingungen teilweise noch fehlen.
Besprochen wurde außerdem, dass die Angst vor zu viel Transparenz derzeit noch ein hemmender Faktor für das Cloud Computing ist. Unternehmen müssten allerdings lernen, damit umzugehen. Je stärker man sich dem Kunden gegenüber öffne, desto höher sei die Akzeptanz gegenüber dem Unternehmen, waren sich die Experten einig. Über das Maß der Transparenz müsse jedoch jedes Unternehmen selbst entscheiden.