Die Enterprise 2.0 Initiative Austria will auf das Potenzial und die Wettbewerbsvorteile von Wissensmanagement aufmerksam machen.
(Wien, 07.05.2010) Arbeitsprozesse unterliegen einem kontinuierlichen Transformationsdruck und –drang. Wirtschaftliche Abläufe und unternehmerische Entwicklungen werden durch Technologie, Kreativität und der Besessenheit zur Reformation angetrieben.
Arbeitsprozesse im Umbruch So hat auch der gegenwärtige Hype, der als Web 2.0 die Gesellschaft erfasst hat, die Kommunikation auf ein neues Level gehoben. Auf Unternehmen umgemünzt wird dabei von Enterprise 2.0 gesprochen. Web 2.0 verändert Innovations- und Informationsprozesse, wer als Unternehmer rechtzeitig einsteigt und rechtzeitig diese Umwälzungen im Geschäftsalltag implementiert, hat auf dem Markt enorme Wettbewerbsvorteile.
Im Rahmen der Enterprise 2.0 Initiative kamen Experten und Vertreter aus der Wirtschaft und IKT-Branche zusammen, um die Herausforderungen, Erfolgsfaktoren und Potenziale einer Implementierung von Wissensmanagement im Unternehmen zu beleuchten. Im Microsoft Innovation Center fand am Donnerstag der erste Termin der Veranstaltungsreihe zu Enterprise 2.0 statt – im monatlichen Zyklus mit jeweils neuem Schwerpunkt.
"No Camping!" Social Networks wie Facebook und interaktive Kommunikation, die via Smartphone, Echtzeit-Chat, Video-Telefonie oder E-Mails stattfindet stehen für Ausprägungen und Entwicklungen der letzten Jahre. 'Die Killer-Applikation per se kann im Grunde nicht von Kommunikation getrennt gesehen werden', ist auch Harald Leitenmüller, CTO bei Microsoft, überzeugt. Was es mit Wissensmanagement auf sich hat und wie es bereits umgesetzt wurde, zeigt die Microsoft-Zentrale in Amsterdam. Mit der 'No Camping' – Devise sollen die Mitarbeiter daran erinnert werden, sich nicht physisch an einen Arbeitsplatz zu binden. Mobilität und zentriertes Wissen, worauf jeder Mitarbeiter von überall her zugreifen kann. Das ist das Ziel. Nun gilt es herauszufinden, wie der Ansatz bestmöglich in den Arbeitsstrukturen und -abläufen implementiert werden kann.
Wissensarbeitsplatz "enträumen" Wie gravierend die Produktivitätsvorteile sein können, zeigt ein Beispiel einer Bank: Eine (real existierende) Bank weist in der Bilanz einen Gewinn von circa eine Milliarde Euro aus. Die „Raumkosten“ dieser Bank betragen 950 Millionen Euro. Mit neuen Konzepten den Wissensarbeitsplatz der Zukunft zu gestalten können zwischen 15 und 50 Prozent der Raumkosten für einen Wissensarbeitsplatz eingespart werden. Bei dieser Bank wären 20 Prozent ca. 200 Millionen Euro. In fünf Jahren wären das eine Milliarde (!). Wenn diese Bank es verabsäumt die Produktivitätssteigerung ihrer Wissensarbeitsplätze nicht durchzuführen, ist sie in wenigen einigen Jahren nicht mehr wettbewerbsfähig.
Zukunft der Arbeit "Die Einführung von WEB 2.0 Technologien, in Unternehmen auch als Enterprise 2.0 bezeichnet, ist daher nicht nur eine Optimierung, sondern eine Neugestaltung von Geschäftsprozessen auf völlig anderen Ebenen. Das bezieht sich auf die Kommunikation und die Produktentwicklung mit Kunden ebenso wie auf die völlig neue Gestaltung von Arbeitsplätzen der Zukunft im internen Bereich. (Die Zukunft der Arbeit)", so Manfred della Schiava, MdS Wissensberater.
Erfolgsfaktoren Nur dann, wenn die Kommunikation darüber, wie in Zukunft systematisch mit „Information“, „Kommunikation“ und „Wissen“ in einem Team beziehungsweise in einer Organisation umgegangen wird, und welche Technologien wofür in einem Team verwenden werden, kann Wissensmanagement stattfinden. Egal, ob es um ein professionelles Informationsmanagement geht, um Dokumente schneller zu finden, um die Einrichtung von virtuellen Meetingräumen für Telefonkonferenzen oder Live Meetings im Netz, um die rasche Zusammenführung von Wissensträger via „soziale Netzwerkprofile“ und „Präsenzsysteme“(Messaging Systeme) oder um die gemeinsame Erstellung und Bearbeitung eines Dokumentes (Collaboration). Information und Aufklärung unter den Mitarbeitern muss darüber hinaus von Know how und einer Portion Innovationswillen begleitet werden, um Wissensmanagement zu einem Erfolgskonzept zu machen.
Wissen managen, ordnen und strukturieren, für alle (am jeweiligen Arbeitsprozess beteiligten) Mitarbeiter verfügbar und zugänglich machen ist der Kern von Enterprise 2.0. Es geht darum, Kompetenzen zu erhöhen und Kanalgrenzen im Unternehmen aufzulösen, da Information und das Wissensmaterial der "Schatz" und die "Währung" einer Firma darstellen.
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