TechCrunch findet Hinweise auf eine enge Kooperation von Google und Verizon bei der Entwicklung von Googles neuem Betriebssystem Chrome OS.
(Wien, 15.8.2010) Google und Verizon haben die Branche in mit ihrem Vorschlag über die Regulierung des Internet und die Einschränkung der Netzneutralität beim mobilen Internet in Aufregung versetzt. Nun gibt es auch Hinweise, dass sie bei der Fertigstellung von Google Chrome OS eng kooperieren, wie Autor MG Ziegler in TechCrunch schreibt.
Das Betriebssystem soll eine Windows-Alternative für Netbooks, Tablets und Notebooks werden. Der Quelltext für die erste Beta-Version wurde am 19. November 2009 veröffentlicht, im Spätherbst 2010 soll es auf den Markt kommen. Damit ausgestattete Laptops sind für Weihnachten geplant. Es wird parallel zur Android-Plattform entwickelt und soll wie diese Open-Source-Software sein. Das Betriebssystem ist ebenso wie Android kostenlos.
Da es auf dem Browser Chrome mit einem Linux-Kernel basiert, werden im Gegensatz zu den meisten anderen Betriebssystemen relativ wenige Funktionen bereitgestellt. Klassische Anwendungen wären demnach nicht direkt lauffähig und sollen stattdessen im Browser Google Chrome als Webanwendungen bereitgestellt werden. Googles Strategie ist das Cloud Computing, über das bereits z. B. Google Text & Tabellen verfügbar ist. Auch der Ausdruck von Dokumenten soll über die Cloud durch einen universellen Printer Support ermöglicht werden.
Kooperation mit Verizon
TechCrunch Autor Siegler hat nun Hinweise darauf gefunden, dass für die Definition des User Interfaces eine Reihe von Screenshots in einem Order abgelegt werden, der „Verizon“ in der Adresse enthält und vermutet deshalb, dass das erste Gerät mit Verizon Wireless auf den Markt gebracht werden soll. Die Zusammenarbeit von Google mit Verizon scheint sich also nicht nur auf Initiativen zur Regulierung des Internet zu beziehen.
Netbooks oder Tablets würden wahrscheinlich zu einem gestützten Preis mit einem Datenplan angeboten werden. Mobilfunker sind daher sicherlich die erste Adresse für den Vertrieb solcher Geräte.