(24.08.2011, 09:20) Das soziale Netzwerk wurde von Datenschützern schon öfters genau unter die Lupe genommen und kam dabei nicht immer gut weg. Neue Veränderungen sollen den Facebook-Nutzern in Zukunft etwas mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre geben. Während die meisten Einstellungen zur Privatsphäre bis jetzt in einem eigenem Bereich zu finden waren, sollen sie zukünftig direkt in die Webseite integriert werden.
Eine weitere Veränderung soll sein, dass nachträglich geändert werden kann, wer einen Eintrag auf Facebook sehen kann. Allerdings erlaubt Facebook demnächst auch das Markieren von Personen auf hochgeladenen Fotos. Bislang konnten Facebook-Nutzer auf ihren Bildern nur Freunde markieren. Eine neue Option gestattet es Usern, jeden auf seinen Fotos mit Namen zu markieren. Der markierte Nutzer muss dazu aber sein Einverständnis geben und die Namens-Tags freigeben.

An der automatischen Gesichtserkennung will Facebook allerdings nichts ändern, obwohl diese noch vor ihrer Freigabe heftig umstritten war. Einen Vorteil bringen die neuen Einstellungen allerdings mit sich: Zukünftig gibt es eine Vorschau auf das eigene Profil. So kann man sich anzeigen lassen, wie das eigene Profil für andere User sichtbar ist.
Facebook scheint sich mit seinen Veränderungen an das soziale Netzwerk Google+ sowie an Diaspora anzupassen. Zumindest konnten Nutzer auf Google+ von Anfang an wählen, welche Informationen mit welchen Kreisen geteilt werden. Das schon länger am Markt befindliche Diaspora, nannte das Konzept Aspekte, das nun in Googles Kreisen nachgeahmt wird.
In den kommenden Tagen sollen die Veränderungen und neuen Funktionen die Facebook-Nutzer erreichen. Nach heftiger Kritik, nicht nur von Datenschützern, sondern auch von Politikern, versucht Facebook seinen Nutzern immer mehr Kontrolle über die eigene Privatsphäre zu übergeben.