(22.6.2011, 16:30) Jüngst sorgte die Aktivierung der automatischen Gesichtserkennung auf Facebook für heftige Diskussionen. “Mit einer speziellen Software versucht Facebook bislang noch nicht erkannte Gesichter auf Fotos den Benutzern zuzuordnen” berichtet Josef Brunnbauer, Leiter der Werbeagentur Fernsicht. Dabei sollen die Freunde der vermuteten Person per Mausklick entscheiden, ob es sich um die mit der Software ermittelte Person handelt.
Diese neue Funktion von Facebook, die nun auch außerhalb der USA aktiv ist, soll nun neu hochgeladene Bilder mit den Personen vergleichen, die bereits auf anderen Fotos getaggt worden sind. Ein Tag ist ein kurzes Stich- oder Schlagwort, mit dem Bilder oder Texte markiert und später wieder leichter gefunden werden können.
Diese automatische Gesichtserkennung kann in den Privatsphäre-Einstellungen deaktiviert werden und ist standardmäßig aktiviert. Ein kurzer Check, welche Einstellungen im eigenen Facebook-Profil aktiv sind, ist ratsam. Zu beachten ist, dass durch diese neue Funktion nicht mehr der Benutzer selbst das Tagging übernimmt, sondern die Kontrolle - wissentlich oder auch nicht - außer Hand gibt. So können, ohne Wissen des Benutzers, Fotos automatisch markiert werden.
Was Facebook mit den Daten zur Identifizierung der Gesichter zukünftig machen wird, ob diese auch wirklich sicher abgespeichert sind und auch nicht an Dritte weiter gegeben werden ist derzeit unklar.
Wer in Bildern nicht von Freunden markiert werden möchte, kann die Gesichtserkennung folgend deaktivieren:
1. Klicke rechts oben auf Konto - Privatsphäre-Einstellung
2. Klicke auf Benutzerdefinierte Einstellungen (mittig über den Blockierlisten)
3. Unter dem Abschnitt "Dinge, die andere Personen teilen" gibt es die Einstellung "Freunden Fotos von mir vorschlagen"
4. Einstellungen bearbeiten und "Gesperrt" auswählen. OK und fertig.
Die Funktion ist in Deutschland schon freigeschaltet, in Österreich offenbar noch nicht – ein regelmäßiger Check lohnt aber.