(16. 01. 2012; 18:00) Im April 2011 wurde aufgrund der Strafanzeige der GVU die Seite kino.to gesperrt. Den Betreibenden wurde die Bildung einer kriminellen Vereinigung und gewerbsmäßige Verletzung des Urheberrechts vorgeworfen. Im Laufe der Ermittlungen wurden über eine Millionen GB an Daten sichergestellt. Externe Berater wurden zur Untersuchung des Filmmaterials heran gezogen.
Im Dezember kam es zu einer richtungsweisenden Verurteilung gegen einen ehemaligen Mitarbeiter. Die Strafe umfasst eine unbedingte Haftstrafe von 3 Jahren und 5 Monaten, welche nicht zur Bewährung ausgesetzt wurde.
Einige Tage nach Schließen der Seite kino.to, gab es auch schon KinoX.to, die sich zu ihrem Vorgänger kaum, bis gar nicht unterscheidet. Auf der Seite heißt es sogar: „Kino.to ist wieder da als KinoX.to“.
GVU-Sprecherin Christine Ehlers bestätigt dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel, dass man nun an einem Strafantrag gegen die Betreiber der Seite kinoX.to arbeite. Noch vor einigen Monaten reagierte man nicht auf die öffentliche Verhöhnung der Betreiber auf der Seite des Streaming-Portals. So hieß es zu Beginn noch: „Liebe GVU, Filmindustrie und Staat: Denkt ihr wirklich, ihr könnt uns stoppen, nur weil ihr haufenweise Geld habt?“
Wie bereits auch bei kino.to ist die GVU bereit, Insiderwissen ausreichend zu bezahlen. Eine sechsstellige Summe soll es der Gesellschaft wert gewesen sein, Informationen zu erhalten. Diese Summe könnte sich schlussendlich doppelt bezahlt machen. Neben der Seite kinoX.to, mit einer Besucherzahl von 1,9 Millionen Besuchern im vergangenen Oktober, ist auch der Anbieter Movie2k.to ins Visier der GVU geraten. Das liegt nicht nur an den 2,9 Millionen Zugriffen im Monat Oktober, sondern daran, dass man den mutmaßlichen Hauptverantwortlichen von kino.to auch hinter Movie2k.to vermutet.