(30.1.2012, 22:26) Für mich ist das Galaxy Tab 7.7 das beste Tablet, das derzeit am Markt ist. Ich gebe aber zu, grundsätzlich ein Fan von 7-Zöllern zu sein. Und besonders dann, wenn sie über ein Super AMOLED Plus Display mit einer Auflösung von 1.280 x 800 verfügen und damit 197 Pixel pro Zoll ermöglichen. Damit kann man Webseiten in der Desktop Version genießen, von HD-Videos möchte ich gar nicht reden.
Ich habe einige von den Brettern mit 10 Zoll plus/minus 0,3 Zoll noch zu Hause oder zu Hause gehabt. Die sind nun mal schwer und über längere Zeit nicht mit einer Hand zu halten. Man muss sie wo hinstellen oder mit beiden Händen halten. Ungeeignet zum Benutzen im Liegen, unterwegs oder wann immer man ein Tablet nur mit einer Hand halten kann. Deshalb ist mein permanenter Begleiter bisher das erste Galaxy Tab mit 7 Zoll gewesen und seit einigen Tagen das Tab 7.7.
Haptik und das Äußere
Mit 335 Gramm ist es ein absolutes Leichtgewicht und mit 7,89 mm die schlankste Tafel am Markt. Und es fühlt sich sofort richtig geil an, hat man es mal aus der Verpackung gehoben. Samsung hat ihm nämlich eine edle Rückseite aus gebürsteten Aluminium verpasst - und Ecken und Seiten gerundet, damit es sich richtig in die Hand schmiegt.
Die Front ist dagegen tiefschwarz, ganz oben sitzen die Linse der Frontkamera, Lautsprecher und die Sensoren für Helligkeit und Annäherung. Unten zwei weitere Lautsprecher, Mikrofon und der Samsung-typische Dock Connector zum Laden und für die Datenverbindung.
An der linken Seite finden sich der SIM-Karten- und der microSD-Slot. Am Kopf ein weiteres Mikro und die 3,5 mm Headsetbuchse. Rechts außen die Power-Taste und die einteilige Lautstärketaste.
Die Rückseite beschränkt sich auf die Linse der Hauptkamera und den LED Blitz.
Software
Das Tab 7.7 wird mit Android 3.2 Honeycomb ausgeliefert, und zwar in der Version P6800XXKL2. Natürlich kommt es mit der Benutzeroberfläche TouchWiz von Samsung sowie einer Reihe von eigenen Apps - meiner Meinung nach eine deutliche Verbesserung gegenüber dem puren Android. Seitens Samsung wurde aber das Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich bereits offiziell bestätigt.
Eine interessante Anmerkung gibt's noch zur Systemsoftware. Kaum war der Testbericht fertig geschrieben, sagte mir des Tab 7.7, dass es einen Software Update hat. Es kamen mehr als 8 MB, das Gerät schaltete sich ab und die Software installierte sich. Dann erfuhr ich, dass das Gerät auf die Version P6800XXLA3 aktualisiert worden war. Das ist tatsächlich das erste Mal, dass ein Samsung Gerät, ja sogar ein Androide in meinen Händen einen Over The Air (OTA) Update empfing. Was genau sich damit geändert hat, versuche ich noch herauszufinden.
Honeycomb kommt wie Ice Cream Sandwich ohne eine einzige Hardwaretaste aus, es wird alles über kontextabhängige Softkeys gesteuert. Der Homescreen mitsamt Appdrawer unterscheidet sich ebenfalls nicht von den anderen Samsung Tablets, die mit Honeycomb ausgestattet sind. Es gibt die hinlänglich bekannten Widgets und eine ausklappbare Leiste, die man zum schnelleren Starten einiger Systemapps wie z.B. den Kalender ein- und wieder ausblenden kann. Leider sind die Vorgaben nicht durch eigene Apps erweiterbar, aber die Homescreens sind beliebig konfigurierbar.
Hier rechts etwa sieht man drei Widgets für die Zeit, das aktuelle Wetter am jeweiligen Standort und ein Fotowidget.
Beim ersten Einschalten des Tablets und Anmeldung bei Google lädt Android freundlicherweise alle Apps, die man schon erworben hat, sowie die eigenen Daten aus dem Market, Picasa und den Sicherungen herunter. Ich lösche dann gleich mal den Android Browser und bin schon mit Dolphin unterwegs.
Vorinstalliert ist hauptsächlich hauseigene Software, und zwar:
Die Hubs sind durchaus brauchbar, aber ich ziehe meine anderen Apps vor, wie etwa Seesmic statt dem Social Hub. Natürlich findet sich auch Mail, Foto- und Video-Editor, Polaris Office und was sonst zur Basisausstattung gehört. Wobei einiges eben von Samsung und nicht von Google ist.
Hervorragend gelungen ist die eingebaute Tastatur, die sich sowohl im Hoch- als auch Querformat mit den Daumen anstandslos und schnell bedienen lässt. Mein Favorit ist aber das mitgelieferte Swype, bei dem man einfach über Tastatur wischt, vorzugsweise in der richtigen Reihenfolge der Buchstaben für das gewünschte Wort. Und diese Version von Swype beherrscht nun auch die Groß- und Kleinschreibung in Deutsch!
Man kann seine Texte allerdings auch diktieren. Ich war überrascht, wie gut das beim Tab 7.7 funktioniert, was möglicherweise an der hohen Qualität der Mikros liegt.
Hardware
Das Glanzstück ist wie erwähnt das 7,67 Zoll Display dank der Auflösung von 1.280 x 800 und 16 Millionen Farben. Zweifelsohne das bisher brillanteste und leuchtkräftigste Display, das ich in der Hand hatte. Webseiten sind damit sowohl im Hoch- als auch Querformat mühelos zu lesen und zwar auch in der Desktopversion der Seite und ohne etwas vergrößern oder verkleinern zu müssen, wie das folgende Beispiel zeigt:


Der 1,4 GHz Cortex A9 Doppelkern Prozessor fetzt so richtig. Es ruckelt nichts und alles ist richtig flüssig. Das Wlan flutscht natürlich sowieso, wenn man wie ich eine 100 Mbps Glasfaser Leitung bis ins Wohnzimmer hat. Auch beim Mobilfunk liefert HSPA+ mit seinen 21 Mbps eine wirklich erstaunlich bessere Performance als HSPA mit ‚nur‘ 14,4 Mbps. Was aber wahrscheinlich vor allem an der geringeren Latenzzeit des + liegt. Und demnächst soll es ja das 7.7 auch mit LTE geben.
Überrascht war ich über die Performance des Akku. Mit 5.100 mAh fällt er für dieses dünne Teil sehr kräftig aus. Trotz meiner oft recht rabiaten Nutzung und jeder Menge Hintergrundprozesse mit dauernden Online Abfragen, komme ich locker einen Tag durch, besser als bisher mit allen anderen Tablets.
Die Rückkamera ist bei einem Tablet sowieso nur eine Notlösung für Schnappschüsse, wenn man gar nichts mehr anderes dabei hat, quasi ein elektronisches Notizbuch. Sie hat 3 Mpx und einen LED-Blitz. Die Frontkamera hat für eine Webcam respektable 2 Mpx.
Ein Schmankerl muss noch beim A-GPS erwähnt werden: Es unterstützt das russische Satellitensystem Glonass und verbessert damit deutlich die Positionsbestimmung. Weitere Sensoren sind Beschleunigungssensor, Lagesensor, Gyroskop und Annäherungssensor.
Das Tab 7.7 trägt die Bezeichnung GT-P6800 in der 3G Version und GT-P6810 in der WiFi Version. Eine LTE Version sollte demnächst auch bei uns aufschlagen.
Fazit
Das Galaxy Tab 7.7 ist das Teil, das ich immer schon wollte. Dank der hohen Auflösung lassen sich Webseiten exzellent im Desktop Modus nutzen und Videos sehen einfach klasse aus. Trotzdem liegt es federleicht in einer Hand und schlüpft anstandslos in jede Sakkotasche und selbst in eine Hosentasche. Die Handtasche belastet es gar nicht und ist selbst in der wohl gefülltesten mit einem Griff fischbar. Für mich ist es einfach das ideale Tablet sowohl beim Vergnügen als auch bei der Arbeit.
Preise
Geizhals zeigt für Österreich Preise für das Galaxy Tab 7.7 WiFi ab 450 Euro an, das Galaxy Tab 7.7 WiFi + 3G wird mit 549 Euro ausgepreist. In Deutschland bekommt man laut Geizhals.de die 16GB WiFi Version ab 479,90 Euro, das Galaxy Tab 7.7 WiFi + 3G ab 693 Euro. (Stand 30.1.2012)
Technische Daten
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Display |
7.7 Zoll 1280x800 (WXGA) Super AMOLED Plus |
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Prozessor |
1.4GHz Dual Core |
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Netzwerk |
HSPA+ 21Mbps 850/900/1900/2100 |
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Speicher |
8Gb LPDDR2 (RAM), |
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Kamera / Blitz |
3MP AF LED (Rück) + 2MP FF (Front) |
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Wireless Connectivity |
WiFi 802.11 a/b/g/n (2.4GHz & 5GHz), 802.11n WiFi Ch. Bonding, WiFi Direct, BT v3.0, USB 2.0 Host |
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Audio |
MP3, AAC, AAC+, eAAC+, WMA |
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Video |
MPEG4, H.263, H.264, WMV, DivX, Xvid (1080p FullHD video @ 30fps) |
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GPS |
A-GPS |
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Größe und Gewicht |
196.7x 133 x 7.89mm, 335 g |
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Akku |
5,100 mAh |
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OS |
Android Honeycomb 3.2v |
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