Testbericht Galaxy Tab P1000 von Samsung

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Galaxy Tab P1000 von Samsung im Test

 
 

Das Galaxy Tab ist eine gelungene Kreuzung zwischen Smartphone und Tablet. 7 Zoll sind genau richtig um damit echte Arbeit zu tun und es trotzdem bequem transportieren zu können.

(2.11.2010, 22:00) Die Frage, die jüngst alle bewegt hat, ob 7 Zoll oder 10 Zoll die richtige Displaygröße für ein Tablet ist, kann ich nun für mich beantworten. 7 Zoll, das sind etwa 17,8 Zentimeter, reichen. Die Bildschirmtastatur ist so groß, dass man im Querformat immer die richtige Taste trifft und auch im Hochformat kann man kaum noch irren. Dazu gibt es Samsungs Erfindung Swype für bequemes und rasches Schreiben. Swype funktioniert so, dass man den Finger kontinuierlich über alle Buchstaben eines Wortes zieht und wie durch Zauberhand erscheint das richtige Wort, oder eine Auswahl, wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, wie etwa bei „das“ oder „dass“.

 

Das Display ist auch groß genug um Websites ziemlich komplett und gut lesbar sehen zu können, Videos und Bilder in einer hervorragenden Qualität anzusehen. Für alle Arten von Apps reicht sowieso auch ein kleineres Display, da die meisten für Smartphones optimiert sind. Und eine der schwersten Apps, die ich kenne, nämlich Twidroyd – ein Twitterclient, der im Querformat unmittelbar die referenzierte Website anzeigt – spielt am Tab erst so richtig seine Power aus.

 

Das Display hat eine Auflösung von 1024x600 Pixel mit TFT-Technolgie und natürlich Multitouch. Fotos und Filme wirken brillant und das Display funktioniert auch aus extremen Blickwinkeln gut. Die Glasoberfläche ist kratzfest.

 

Der entscheidende Vorteil von 7 Zoll versus 10 Zoll ist aber die Größe. Das Galaxy Tab misst 19 x 12 x 1,19 Zentimeter, wiegt 380 Gramm und passt damit gerade noch in eine Sakkotasche und mit ziemlicher Sicherheit auch problemlos in eine Handtasche. Das iPad misst 24,28 x 18,97 x 134 Zentimeter, wiegt 730 Gramm und ist daher sicher nicht für die Sakkotasche und für einen Teil der Handtaschen nicht mehr geeignet. Nicht zuletzt deshalb gibt es iPads mittlerweile auch schon gebraucht zu erwerben. Das geringere Gewicht wird allerdings mit einem kleineren Akku bezahlt und daher auch mit einer geringeren Online-Zeit.

 

Hervorragende Performance

Was mir Twidroyd übrigens noch gezeigt hat, ist die überlegene Performance des Tab. Auf dem Galaxy S, dem Smartphone von Samsung, bringt Twidroyd mehr oder weniger alles zum Erliegen. Auf dem Tab reagiert es sofort, Webseiten, die im Newsfeed referenziert sind, werden unmittelbar angezeigt.  Der Cortex-A8-Prozessor hat eine Taktfrequenz von einem Gigahertz und dadurch nicht mal bei HD-Filmen mit bis zu 720p Probleme. Der Browser lädt Webseiten so schnell wie auf einem guten PC mit einer sehr breitbandigen Internetanbindung. Und ein doppeltes Antippen passt den Fließtext an die Displaybreite an. Mag sein, dass auch Android 2.2 (Froyo) eine bessere Performance hat als die ältere Version 2.1 (Eclair).

 

Für Android 2.2 steht natürlich auch der Market von Google mit über 100.000 Applikationen zur Verfügung. Einige nette Google Schmankerln sind bereits vorinstalliert. Zum Beispiel ist eine App mit einem kleinen Mikrofon-Symbol dabei. Klickt man es an und sagt etwa „Telekom Presse“, erhält man in der Google Suche sofort den Link zu www.telekom-presse.at. Auch im Browser bekommt man es rechts oben, wenn man auf die URL tippt und kann damit Seiten direkt per Spracheingabe auswählen.

 

Flash-Videos sind nun endlich auch problemlos abspielbar. Neu gegenüber Android 2.1 ist auch, dass Apps entweder direkt in der App oder über eine Funktion des Betriebssystem geschlossen wwerden können. In 2.1 musste man dafür eine eigene App aus dem Market laden. Und zumindest bisher habe ich auch noch nicht bemerkt, dass Apps sich selbst starten, wie das bei 2.1 nur allzu oft der Fall ist.

 

„Media Hub“ und „Music Hub“: Vorbild iTunes

Gleichzeitig mit dem Galaxy Tab stellt Samsung den „Media Hub“ vor, einen Online-Store für Filme und Videos, und den „Music Hub“, mit dem man Zugriff auf ein großes Musik-Angebot erhält.

 

Kamera mit LED-Blitz

Dank eingebautem Mikrofon und zwei integrierten Kameras sind herkömmliche und Video-Telefonate möglich. Die Frontkamera hat eine Auflösung von 1,3 Megapixel, die Kamera auf der Gehäuserückseite 3,2 Megapixel. Damit Fotos auch im Dunkeln gelingen, hat das Galaxy Tab ein eingebautes LED-Blitzlicht. Auch Videos filmt die Kamera. Allerdings finde ich es schade, dass man den Tab nicht wie dem Galxy S ein 5 Megapixel Kamera verpasst hat. Auch die die Fotosoftware bleibt deutlich hinter dem S zurück- man kann den Fokus nicht manuell aus der Bildmitte schieben und es gibt weit weniger Scenes. In Österreich wird das Gerät mit 16 Gigabyte Datenspeicher ausgeliefert, die per microSD-Karte (maximal 32 Gigabyte) erweitert werden können.

 

Synchronisation

Das Tab synct problemlos mit Google und Facebook. Ebenso lässt sich mit ein paar Klicks eine Verbindung und Synchronisation mit einem Exchange Server herstellen. Wer aber nur Outlook und einen Pop3-Account bei einem Provider hat, darf mit Problemen rechnen. Die von Samsung zum Download angebotene Software Kies kann ohne weiteres die Windows Umgebung auf einem PC oder Notebook beeinträchtigen, die Synchronisation vor allem von großen Kalendern kann unvollständig sein.

 

Es gibt zwar im Netz und im Market teils Freeware, teils bezahlte Produkte wie Funambol, die aber ebenfalls nicht wesentlich zuverlässiger sind.

 

Connectivity und Telefon

Das Galaxy Tab ist übrigens auch als ganz normales Handy zu gebrauchen. Es ans Ohr zu halten, sieht allerdings etwas eigenartig aus, ist aber dank eines Lautsprechers nicht nötig. Wer allerdings nicht will, dass alle mithören, muss zum mitgelieferten Ohrhörer greifen. Ein Bluetooth Headset empfielt sich allerdings.

 

Verbindung mit dem Internet und Netzwerken nimmt das Galaxy Tab per WLAN-n oder über das UMTS-Mobilfunknetz via HSDPA/HSUPA auf. GPS und Bluetooth für drahtlosen Datenaustausch sind an Bord. Lediglich der GPS-empfang lässt etwas zu wünschen übrig.

 

Fazit

Ich finde das Galaxy Tab rundum gelungen. Die Größe von 7 Zoll stellt den optimalen Kompromiss dar. Android 2.2 bietet einige Vorteile gegenüber Apples iOS und natürlich auch gegenüber Android 2.1. Den richtigen Anwendungsbereich muss jedenfalls jeder für sich selbst definieren.

 

 

Preis: je nach Mobilfunker Package ab 149 Euro

 

+ Größe und Gewicht

+ exzellente Technik

+ Performance

+ Design

- Synchronisation mit Outlook

 

Bewertung

Bedienung: *****

Funktionalität:*****

Design: *****

(von fünf möglichen Punkten)

 

 

 

Technische Details

7 Zoll TFT Display (1024 x 600)

Android 2.2 (Froyo)

HSPA/GPRS/EDGE/GSM/WLAN

16 GB interner Speicher

microSD Slot für Karten bis 32GB

3,2 Megapixel Kamera und 1,3 Megapixel Frontkamera

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