Apple erzielt einen ersten Erfolg vor Gericht. Die Richterin zwingt Samsung ihre Prototypen an Apple auszuhändigen. Diese Prototypen können für Apple zu mächtigen Werkzeugen im Rechtstreit werden.
(26.05.2011; 13:05) Der Rechtstreit zwischen Apple und Samsung hat eine neue Wendung genommen. Das kalifornische Unternehmen verklagte die koreanische Gesellschaft wegen angeblicher Nachahmung von Apple-Produkten im Samsung-Android Bereich.
Das Bundesgericht zwingt nun Samsung ihre Prototypen für neue Smartphones an Apple zu übergeben. Bei den betroffenen Telefonen handelt es sich um das Samsung Galaxy S 2, Infuse 4G und Droid Charge. Neben Smartphones sind auch Tablets von diesem Urteil betroffen, dazu zählen das Galaxy Tab 8.9 und das Galaxy Tab 10.1. Zum Glück für Samsung dürfen nur die Anwälte von Apple die Prototypen in Augenschein nehmen, somit wird niemand von Apple diese Geräte zu Gesicht bekommen.
Lediglich die Smartphones Galaxy S 2 und das Infuse 4G sind im Moment käuflich zu erwerben, die anderen Produkte wurden noch nicht veröffentlicht. Normalerweise hätte Samsung drei Monate Zeit die Prototypen zu übergeben, aber die Richterin Lucy Koh aus San Jose entschied, dass Samsung bereits viel über die unveröffentlichten Smartphones preisgegeben hat und sie daher nicht mehr als geheime Modelle eingestuft werden könnten. Ebenso wies Apple darauf hin, dass Samsung während der Google I/O an 5.000 Entwickler ein Galaxy Tab 10.1 weitergegeben hat. Die Prototypen von Samsung in den Händen von Apple könnten dabei dienlich sein den Fall zu gewinnen.

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