(28.6.2011, 20:55) Google hat immer mehr an Zeit und Zugriffen an Facebook verloren. Nach mehreren erfolglosen Versuchen im Bereich Social Media Fuß zu fassen unternimmt Googel heute mit dem Google+ Projekt einen neuen Anlauf. Obwohl das Netzwerk auch schon auf Deutsch zur Verfügung steht, kann man derzeit nur mit einer Einladung teilnehmen.
Google+ ist offenbar sehr stark an Facebook angelehnt. Es unterscheidet sich aber in einer Hinsicht: Bei Facebook wird die wachsende Zahl von Freunden immer mehr zum Problem und es gibt keine wirklich guten Möglichkeiten den Informationsfluss zu steuern und einzugrenzen. Und es gibt keine funktionierende Möglichkeit gzeielt mit einer Gruppe von Freunden zu kommunizieren. Es sei denn, man richtet eine Gruppe dafür ein, was ich in jüngster Zeit immer wieder in Facebook beobachte.
Genau da setzt aber Google an. Mit den Circles kann man ganz einfach einen Kreis für die engsten Freunde, die Fußballkumpel oder eine Tanzgruppe anlegen, einen anderen für die Familie und einen eigenen nur für den Chef – genau wie im richtigen Leben. In Facebook ist es zwar auch möglich die Freunde in Listen einzuteilen, aber wirklich funktioniert es nicht. Besser ist das schon mit Diaspora, in dem die Trennung in Kreise perfekt funktioniert. Google hat sich offenbar stark an das angelehnt, was Diaspora gemacht hat und Diaspora wurde gerade als Reaktion auf die Probleme von Facebook mit Privatsphäre ins Leben gerufen.
Google+ bietet auch noch andere Möglichkeiten, wie etwa den Hangout. an stellt sich sozusagen an die digitale Bar und schaut wer vorbeikommt. Fotos, Videos, Uploads etc werden natürlich von Google+ perfekt unterstützt. Ebenso Videochats.
Einen Vorteil hat Google+ natürlich auch noch gegenüber Facebook und das ist eine tiefe Integration mit anderen Produkten von Gaoogle wie der Suche oder Maps bei der mobilen Nutzung. Soweit das bei der bisherigen
Information absehbar ist, wird diese Integration auch sehr eng sein.
Die Frage ist natürlich, ob Google mit seinem Projekt nicht viel zu spät dran ist. Kaum jemand hat bisher die Freunde-Funktionen von Google genutzt. Buzz, +1, Latitude – all diese Initiativen sind zwar gut durchdacht und programmiert gewesen - allein, sie haben niemand gekümmert. Die Frage ist, ob sich das mit Google+ ändern wird.