(06.02.2012, 14:30) Der taiwanische Hersteller musste im vieten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang von 26 Prozent hinnehmen. Am Montag kündigte das Unternehmen für den Zeitraum von Oktober bis Dezember lediglich einen Gewinn von 10, 9 Milliarden taiwanesische Dollar (umgerechnet 281 Millionen Euro) an. Für den Verlust macht der Konzern vor allem die schwache Weltwirtschaft sowie den harten Konkurrenzkampf am Markt verantwortlich.
Das Unternehmen konnte einen Umsatz von 101 Milliarden taiwanesischen Dollar verbuchen, was umgerechnet 2,6 Milliarden Euro entspricht. Vor allem im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal, bei dem die Verkäufe eigentlich am höchsten sein sollen, schmerzt dieses Ergebnis. „Wir haben uns in einer Phase des Produktumbruchs befunden“, verteidigt der Finanzvorstand Winston Yung den starken Gewinnrückgang. Viele Kunden hätten zudem den Kauf von HTC Podukten aufgeschoben, da sie auf neuere Produkte hinwarten.
Im gesamten Jahr konnte HTC aber zulegen und die Einkünfte in 2011 gegenüber dem Vojahr fast verdoppeln. Allerdings trüben die geringen Verkaufszahlen des vierten Quartals die Freude. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 15 Milliarden taiwanesiche Dollar, die der Hersteller verbuchen konnte. Allein für das Monat Dezember handelt es sich dabei, verglichen mit dem Vorjahresmonat, um einen Rückgang von 20 Prozent.
HTC schockierte den Aktienmarkt im November 2011 durch das herabsetzen der Umsatzprognose für das vierte Quartal 2011, was zu einem Aktiensturz um 28 Prozent in den ersten zwei Wochen führte. Seitdem sind die Kurse wieder leicht gestiegen, allerdings liegt der Wert noch immer um 15 Prozentpunkten unter jenem vor der Ankündigung.
Das Unternehmen hofft nun mit neuen Modellen, die in 2012 auf den Markt kommen werden, wieder Anschluss an die Konkurrenz zu finden, wobei man gespannt sein darf, ob es dem Hersteller gelingt, hinreichend innovative Produkte einführen zu können.