IBM Deutschland: Stellenabbau

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IBM Deutschland: Stellenabbau

 
 

Dem Technologiekonzern IBM machen hohe Produktionskosten zu schaffen. In Deutschland sollen Stellen abgebaut und Aufträge an Externe vergeben werden.

 

(01.02.2012, 09:45) Nach NSN (Nokia Siemens Networks) führen auch bei IBM schlechte Geschäftsergebnisse zu Problemen, auf die man mit Personalabbau reagiert. Medienberichten zufolge soll der US-Technologieriese in den nächsten Jahren Tausende Stellen abbauen. Das Unternehmen steht damit vor einem massiven Umbruch. In Deutschland werden, so die Voraussage, bis zu 8.000 Stellen betroffen sein.

 

Derzeit beschäftigt das Unternehmen in Deutschland rund 20.000 Mitarbeiter. Langfristig soll also zumindest fast die Hälfte der Posten eingespart werden. Seitens IBM kommt es zu keiner klaren Stellungnahme. Vielmehr weicht der Konzern offenen Fragen aus und lies verkünden:

 

"Wir richten unser Geschäft ständig innovativ und wettbewerbsfähig aus. Transformation ist Teil unseres Geschäftsmodells. Entsprechend passt sich unsere Belegschaft an. Angesichts der wettbewerbsintensiven Natur unseres Geschäfts diskutieren wir die Details unserer Beschäftigungsplanung nicht öffentlich".

 

Der Hintergrund des drastischen Personalabbaus sind die zu hohen Herstellungskosten und der dadurch verursachte zu geringe Gewinn pro Aktie, der für Investoren nicht attraktiv genug ist. IBM möchte daher aus Kostengründen Projekte im stärkeren Ausmaß extern ausschreiben und diese an Freelancer übertragen, anstatt die Fertigung in den eigenen Reihen vorzunehmen. Diese Strategie soll weltweit durchgesetzt werden, wobei Deutschland eines der Pilotländer ist, in denen dieses Konzept zuerst getestet wird. Die Umstrukturierungsmaßnahmen sollen zu einer Neusortierung der Zuständigkeiten führen, weshalb Stellen verloren gehen.

 

Der Abbau soll sukzessive erfolgen. Ob dabei ein Sozialplan eingesetzt wird oder nicht, ist unklar. Zumindest gibt es derzeit keine Anträge zu Sozialplanverhandlungen oder Sozialtarifverträgen. Die Gewerkschaft aber kündigte an, dafür zu sorgen, "dass die Mitbestimmung gewahrt bleibt" und sie sich "intensiv für die Rechte der Arbeitnehmer einsetzen wird".

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