IBM schafft neues Arbeitsmodell

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IBM schafft neues Arbeitsmodell

 
 

Laut Medienberichten ist der massive Jobabbau bei IBM Teil eines neuen Arbeitskonzepts, bei dem die meisten Aufgaben auf Externe ausgelagert werden und eine Menschencloud zum Einsatz kommen soll.

 

(06.02.2012, 11:00) IBM Deutschland steht vor einem massiven Umbruch, wobei als Konsequenz der schlechten Geschäftszahlen in den nächsten Jahren Tausende Stellen abgebaut werden sollen. In Deutschland werden, so die Voraussage, bis zu 8.000 Stellen betroffen sein. Derzeit beschäftigt das Unternehmen in Deutschland rund 20.000 Mitarbeiter. Langfristig soll also zumindest fast die Hälfte der Posten eingespart werden.

 

Nun wurde bekannt, wie  der Konzern gedenkt, diesen Mitarbeiterabbau vorzunehmen. Einem Medienbericht zufolge soll ein  internes Strategiepapier vorliegen, in dem die Rede von einem völlig neuen Abeitsmodell ist. Dabei soll sich der Konezrn in Zukunft nur noch auf eine „kleine Kernbelegschaft“ konzentrieren und eine Vielzahl von Aufgaben an Externe auslagern. Mitarbeiter werden, so heißt es,w erden in Zukunft also nur noch für die Dauer eines Projektes eingesetzt.

 

Somit soll das Risiko einer Kostenexplosion vermieden werden. Ist die Auftragslage des Technologie-Riesen schlecht, gibt es nur wenige Beschäftigte im Konzern und damit geringe Personalkosten. Ob das Unternehmen mit dieser Outsourcing-Strategie  Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten.

 

Die Auslagerung soll über eine Menschen-Cloud erfolgen, was bedeutet, dass potentielle Arbeitnehmer auf einer Internetplattform registriert sind und dort von IBM nach verschiedenen Kriterien bewertet werden. Das Portal soll, ähnlich wie in einem sozialen Netzwerk, verschiedene Qualifikationen und Informationen über die potentiellen Arbeitskräfte bereitsstellen. Somit soll IBM, je nach den Erfordernissen des Projekts, jene Mitarbeiter mit den besten Fähigkeiten auswählen können. Auch andere Firmen sollen interessanterweise Einsicht in diese Kartei potentieller Beschäftigter haben.

Das Konzept soll für das Unternehmen die Möglichkeit schaffen, Personal flexibel einsetzen zu können und sich nicht lange an Mitarbeitern binden zu müssen, die im Hinblick auf ein Projekt keinen "perfect fit" mehr darstellen. Es sollen internationale Verträge eingesetzt werden, womit vor allem „restriktive Vorschriften in den jeweiligen Heimatländern“ umgangen werden sollen.

Medien bezeichnen dieses Konzept als „revolutionäres Arbeitsmodell“, welches eine Entwicklung reflektiert, die sich bereits seit Längerem weltweit, insbesondere aber auch in Deutschland, abzeichnet. Die Anzahl an unbefristeten Vollzeitjobs nimmt ab - Unternehmen setzen auf Flexibilität und den Einsatz passender Arbeitskäfte. Das dabei aber auch zahlreiche Sicheheiten für Arbeitnehmer veloren gehen und Konzerne mit derartigen Konzepten die Möglichkeit schaffen, den „perfekten Miet-Jobber“ zu rekrutieren, gibt durchaus Anlass zur Sorge.

via

 

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Reaktionen auf diesen Artikel



Wiener, 06.02.2012
"Wage Slavery"...
...hat Phillip Blond von den britischen Torys im Zusammenhang mit den jüngsten Wirtschaftsentwicklungen kürzlich am Wiener Kongress in den Mund genommen. Wenn solche Aussagen sogar von eher rechten Parteien kommen, hat das wohl was zu bedeuten - in Wien und Brüssel schläft man hingegen in der Pendeluhr, und gleicht dafür Interessen zwischen wahlrelevanten Interessensgruppen auf dem Rücken aller übrigen Steuerzahler ohne Lobby ab na toll!
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