Die indische Regierung verlangt vom Blackberry-Hersteller eine Sicherheitslösung bis Ende August, sonst droht die Sperre.
(Waterloo, 13.08.2010) Indien hat dem kanadischen Smartphone-Hersteller Research in Motion eine Frist gesetzt, um die Sicherheitsbedenken der Regierung zu räumen. Bis 31. August gibt das Innenministerium dem Blackberry-Produzenten dafür Zeit.
Kommt es bis dahin zu keinem akzeptablen Lösungsansatz, wird der (als am gefährlichsten eingestufte) Kurznachrichtendienst von Blackberry gesperrt. Die Technik könnte zur Planung von Terror-Anschlägen genutzt werden, so der Einwand.
Gemeinsam mit den staatlichen Telekom-Unternehmen BSNL und MTNL sowie Geheimdienst-Mitarbeitern sprach der Innenminister über den Zugang der verschlüsselten Daten bei RIM. Indien belegt mit 635 Millionen registrierten Handy-Verträgen Platz zwei nach China und ist damit einer der am stärksten wachsenden Märkte des Blackberry-Herstellers.
Im Gegensatz zu anderen Anbietern kooperiert RIM kaum mit lokalen Betreibern, sondern vernetzt seine Telefone mit kanadischen und britischen Rechenzentren. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien macht indes die Daten-Verschlüsselung der Kanadier zu schaffen.
Mit Saudi-Arabien hat RIM bereits eine Lösung gefunden.