(08.08.2011, 09:30) Erneut punktet Facebook mit seiner enormen Useranzahl. Diesmal sind es Unternehmen auf der Suche nach potentiellen Mitarbeitern, die das soziale Netzwerk durchkämmen und damit traditionelle Jobbörsen aber auch Netzwerke wie LinkedIn in den Schatten stellen.
Trotzdem ist Facebooks Nutzen als Recruitment-Tool klein, könnte aber in Zukunft durchaus wachsen. Immerhin sparen sich Unternehmen die Anzeigekosten für Stellenausschreibungen, die sich durchaus auf ein paar Hundert Dollar pro Annonce belaufen können. Manche Firmen merken an, dass LinkedIn zwar eine umfassende Datenbank enthält, Mitarbeiterempfehlungen jedoch eher über Netzwerke innerhalb von Facebook ersichtlich sind.
Waste Management Inc. ist ein Beispiel für ein solches Unternehmen, welches den Großteil seiner Mitarbeiter über Facebook sucht – und findet. Es lassen sich aber auch genug entschiedene Gegner der Mitarbeitersuche via Facebook finden. Jeff Vijungco, Vizepräsident der weltweiten Talent-Akquisition für Adobe Systems Inc., meint, dass die Zielgruppe beziehungsweise geeignete Jobkandidaten selbst gegen eine Kontaktaufnahme über deren Facebook-Account sind. Zwar gibt Adobe Systems Inc. über deren Facebook-Profil Stellenausschreibungen bekannt. Mehr Erfolg – so Vijungco – hätte das Unternehmen aber bei LinkedIn.
Matt Mund, der Vizepräsident im Produktmanagement von Monster.com, spricht von einem schnellen Wachstum von Facebook als Jobbörse. Monster.com selbst führt auch Vermittlungsdienstleistungen und eine Jobbörse und erstellte schließlich auch ein eigenes Facebook App, genannt BeKnown. Die Anwendung habe mittlerweile 800.000 monatliche User, so das Marktforschungsunternehmen AppData.com.