(24.01.2012, 16:20) Der Wikileaks-Gründer Julian Assange plant die Ausstrahlung einer eigenen TV-Debattenserie. Hierbei soll ein verbaler Schlagabtausch zwischen politischen Schlüsselfiguren stattfinden sowie Aktivisten und Visionäre zu Wort kommen können. Bereits im März soll die Ausstrahlung der Serie beginnen. Am Montag kündigte der Whistleblower auf der Wikileaks-Seite seine Pläne an. Themen, die in der Fernsehsendung behandelt werden sollen, sind etwa der Verfall der Rechtsstaatlichkeit oder die Angriffe auf das freie Internet.
Derzeit bereitet sich Julian Assange auf seine Anhörung vor dem britischen Surpreme Court vor, um seine Auslieferung nach Schweden zu verhindern. Seit 2011 sitzt er in London fest und wird dort der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung bezichtigt. Im Netz hingegen wird Assange von vielen als Held gefeiert.
Laut Wikileaks hat die Serie das Ziel, die Chancen und Gefahren der Zukunft zu diskutieren. Dabei soll Assange als Moderator kritische Themen anschneiden, wobei die Gäste über die jeweiligen Zukunftsvisionen debattieren können. Es wird dabei stark auf den Bekanntheitsgrad des Wikileaks-Gründer gesetzt um nun auch im Fernsehen geeignete Öffentlichkeitsarbeit für Wikileaks leisten zu können und um kontroverse Stimmen aus dem gesamten politischen Spektrum zusammen zu bringen.
Bereits im Dezember letzten Jahres gründete Wikileaks ein eigenes soziales Netzwerk, welches Unterstützern eine Basis geben soll, um sich besser vernetzten zu können. Im Vordergrund stand dabei vor allem auch das Auftreiben von Spendengeldern, nachdem das Unternehmen ankündigte, wegen des finanziellen Notstandes keine Geheimdokumente mehr zu veröffentlichen.
Assanges Serie soll in zehn Folgen, die jeweils eine halbe Stunde dauern sollen, ab Mitte März ausgestrahlt werden. Welche Sender hierbei in Frage kommen, ist noch nicht klar. Wikileaks kündigt aber an, dass mit vereinbarten Kooperationen über Kabel, Satellit und terrestrische Ausstrahlung 600 Millionen Zuseher weltweit erreicht werden sollen.