Vertreter alternativer Betreiber sprechen sich für eine weitere Stärkung des Wettbewerbs aus.
(Wien, 5.2.2009) Kritisiert wird die Mehrheitsbeteiligung der Telekom Austria am Wiener Unternehmen CableRunner Austria von Berthold Thoma, Präsident des Verbandes Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT). "500 Kilometer Glasfaserleitungen sowie der alleinige Zugang zum Wiener Kanalnetz wird eine zunehmend marktbeherrschende Telekom-Infrastruktur zur Folge haben und die Wettbewerbshüter schauen dieser Marktkonzentration zu", erklärte Thoma.
Faire Bedingungen unter Betreibern
Obwohl diese Beteiligung strategisch wichtig für die Kräfterelationen am österreichischen Telekommunikationsmarkt ist, hat die Bundeswettbewerbsbehörde beim Kartellgericht keine Prüfung beantragt. Der Grund ist allein die Formalität, dass bisher keine Anzeige eingelangt ist. Überdies legt die Rundfunk und Telekom Regulierungsbehörde GmbH (RTR) beim Entfernen des Themas Glasfaser aus ihren regulatorischen Maßnahmen quasi schützend ihre Hand über die Telekom. Thoma sieht die mögliche Bedrohung, dass die Telekom Austria alternativen Konkurrenz-Netzbetreibern, die bereits Investitionen in CableRunner getätigt haben, den Zugang zu ihrem Netz verwehrt. Hier fordert er das Einhalten des Versprechens zur Wettbewerbsstärkung seitens der Bundeswettbewerbsbehörde.
Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT)
Der VAT ist Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) und Interessensvertretung der Alternativ-Betreiber in der Telekommunikationsbranche. Die Mitglieder des VAT sind Colt, Hutchison, Orange, T-Mobile, Tele2 und Verizon.
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