iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen

Wolfram Alpha: Pro-Version bald erhältlich   Mit der MissionID Toolbox können Unternehmen mehr aus ihrer Werbung herausholen   IDC: Apple beendet das Jahr 2011 als Nummer eins am Smartphone-Markt   Microsoft dominiert nicht mehr den Arbeitsplatz   Die PlayStation Vita startet bald in Österreich und Deutschland

Keine Med-Apps am iPhone

 

Die Nutzungsbestimmungen von Apple verhindern die Portierung von medizinischen Applikationen auf das iPhone.

(Wien, 22.6.2010) Alcatel Lucent und Orange präsentierten heute eine medizinische Applikation für Diabetiker und Hochdruck-Patienten. Kurz gesagt werden die Ergebnisse von Blutdruck- und Blutzuckermessungen via Bluetooth auf’s Handy übertragen und dieses leitet es an einen Server weiter. Diese Werte sind für den Patienten und Personen seines Vertrauens wie etwa Arzt oder Angehörige jederzeit einsehbar. Wenn es Abweichungen von der Norm gibt, so können Alarme ausgelöst werden und sofort die nötigen Maßnahmen ergriffen werden. Eine wirklich große Hilfe und Erleichterung für Patienten, Angehörige und Ärzte.

 

Auf Frage der Telekom Presse warum die App derzeit nur auf Handys mit den Betriebssystemen Symbian und BlackBerry und nicht am iPhone zum Einsatz kommen kann, erhielten wir eine erstaunliche Auskunft. Das iPhone sei ungeeignet, da Apple sich vorbehält Applikationen jederzeit via iTunes vom Handy zu löschen. Und das auch dann, wenn der User die Applikation gekauft hat. Das ist natürlich in Europa rechtlich ansolut unzulässig wie viele Urteile Oberstgerichten schon klarstellten. Aber an medizinische Applikationen werden klarerweise auch besonders hohe Anforderung an die Zuverlässigkeit gestellt. Die Alcatel Lucent App wurde deshalb auch nach ISO 13485:2003 zertifiziert.

 

Wenn also Apple aus irgendeiner Laune heraus die App löscht und der Patient merkt es nicht, kann das erheblich Folgen bis hin zur Lebensgefahr haben. Alcatel Lucent verhandelt zwar derzeit mit Apple um eine Zusicherung für die Nicht-Löschung zu bekommen, die Gespräche seien aber sehr mühsam und der Ausgang ungewiss. Außerdem gibt es noch einen technischen Grund, da Apple den Zugang auf den Bluetooth-Stack nicht freigibt und damit die Applikation keine Kontrolle darüber hat, ob die Messdaten wirklich vollständig übertragen wurden.

 

Welch Geistes Kind man bei Apple ist, zeigt die bereits erfolgte Zensur von James Joyce‘ Ulysses. Es hatte schon nach dem Erscheinen Jahre gedauert bis das Buch 1922 erscheinen konnte. Für die Comic-Version verlangte nun Apple die Änderung von einigen Darstellungen nackter Haut. Robert Berry, der Zeichner des Webcomics Ulysses Seen wurde von Apple aufgefordert, eine Zeichnung auf Seite 37 für die iPad-App zu ändern. Er gab nach und veränderte insgesamt sechs Zeichnungen, sodass im Comic keine Nacktheit mehr zu sehen ist.

 

( )

Reaktionen auf diesen Artikel

Es wurden noch keine Reaktionen in diesem Forum eingegeben.

 
iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von ApplikationeniPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von ApplikationeniPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen Telekom-Presseon
Meinung  •  Personalia  •  Jobbörse  •  Termine  •  Anzeigen  •   Newsletter-Admin  •  Impressum
iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen
iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen
Partner
iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen
iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen
iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen
iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen
iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen
iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen
Rating
Suche
iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen
Google Suche
Weitere Artikel

Suchbegriffe: iPhone, medizinische Anwendungen, Löschung von Applikationen