Auf der CES wurden von Kodak nun zwei Kameras mit Facebook-Intergration und zwei Apps für das soziale Netzwerk vorgestellt. Kodak setzt nun also verstärkt auf Sharing und Social und bleibt, trotz laufendem Insolvenzverfahren, innovativ.
(11.01.2012, 13:30) Obwohl sich Kodak finanziell in einer sehr vagen Situation befindet, hat das Unternehmen dennoch einiges für das Jahr 2012 geplant. Kodak musste erst kürzlich ein Insolvenzverfahren einleiten, in dessen Rahmen nun zahlreiche Patente des bekannten Unternehmens versteigert werden. Dennoch scheint sich Kodak nicht vor Innovationen zu scheuen und kann mit den neuen Produkten eigentlich gar nicht falsch liegen.
[Update] Wie uns Christian Achenbach, Unternehmenssprecher von Kodak für DACH, aber mitteilt, sind Medienberichte über ein Insolvenzverfahren unrichtig.
Mit der Kodak EasyShare Wireless Camera M750 wird eine Übertragung der Bilder auf Android, iOS und Blackberry-Betriebssysteme möglich werden. Fotos können zudem als per E-Mail verschickt werden oder in die Kodak Gallery gestellt und dort bearbeitet werden.
Auch das zweite Modell, die Kodak PlayFull Dual Camera sieht die Kodak Gallery Funktion vor und kann darüber hinaus als Videokamera eingesetzt werden. Spannend ist hier vor allem auch die YouTube-Verbindung, mit der die aufgenommenen Videos sofort in das Online-Portal gestellt werden können. Optisch erinnert die FullPlay-Kamera eher an einen iPod, als an eine gewöhnliche Kamera, was vor allem mit dem relativ großen Display zu tun hat, der 1080p, also Full HD-Auflösung unterstüzt.
Auch zwei Apps werden im Zusammenhang mit Facebook veröffentlicht, wobei dabei insbesondere das Drucken von Bildern vereinfacht werden soll. My Kodak Moments ermöglicht dabei das Erstellen von Fotobüchern, die einen danach zugesendet werden. Auch Freunde können Bilder einstellen, was die Anwendung umso interessanter gestaltet. Die App Kodak Collage Print hingegen erstellt, wie der Name bereits andeutet, eine Collage, die danach vom Nutzer ausgedruckt werden kann. Ein weiteres Facebook-Feature stellt Kodak bei seinen Picture Kiosks zur Verfügung. Dort können Nutzer Abzüge ihrer Facebook-Bilder bestellen, wobei der Dienst offenbar sehr beliebt sein soll.
Auch Kodak setzt somit verstärkt auf Sharing und Social, was im Anbetracht der immer stärkeren Nutzung sozialer Online-Portale nicht weiter verwunderlich ist. Ob das Unternehmen damit wieder zu alten Ruhm kommen kann, bleibt in Anbetracht der Konkurrenz, die ebenfalls auf soziale Netzwerke setzen, offen. Auf jeden Fall aber erfreulich, dass ein Traditionsunternehmen wie Kodak sich nun ebenfalls den neuen Trends anpasst.
Kodak, 11.01.2012
Insolvenz???
Ein wenig mehr Recherche täte wohl nicht schlecht!
Zwar brechen die Insolvenzgerüchte um Kodak nicht ab, aber allen Spekulationen zum Trotz hat das Unternehmen bislang kein Insolvenzverfahren eingeleitet.