Ende Juli stellt Siemens endgültig die Kurzarbeit ein. Dank des Arbeitsmodells kommt der Konzern gestärkt aus der Krise und schreibt neue Stellen aus.
(München, 19.07.2010) Die Siemens-Beschäftigten können aufatmen. Aufgrund der Wirtschaftsflaute vom vergangenen Jahr wurden bis zu 19.000 Mitarbeiter des deutschen Konzerns in Kurzarbeit geschickt. Dank voller Auftragsbücher kehren Siemens und auch BMW zu den normalen Arbeitszeiten zurück.
Arbeitsverlängerungen bei BMW
" Wir stellen zum 31. Juli bei Siemens die Kurzarbeit ein", sagte Walter Huber, Personalchef für Siemens Deutschland, gegenüber der Zeitung "Die Welt" am Montag. Auch die Chemie- und Automobilbranche verabschiedet sich von der Kurzarbeit: BMW verhandelt über Arbeitsverlängerungen, um die Termine für die Bestellungen einhalten zu können. In den vergangenen sechs Monaten stieg die Anzahl der offenen Posten bei Siemens von 1600 auf 2300, so Huber. Insbesondere suche man Maschinenbauer und Elektrotechniker.
Gestärkt aus Krise
Siemens-Gesamtbetriebsratsvorsitzender Lothar Adler erklärt, dank Kurzarbeit sei man gestärkt durch die wirtschaftsschwache Zeit gekommen: "Wir konnten die Stammbelegschaft halten, Qualifikation und Fertigungsfähigkeit blieben im Betrieb."