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Live Streaming wächst um 600 Prozent

 
 

Innerhalb eines Jahres legte Live Streaming im Web um 600 Prozent zu. Eine Gefahr für Kabel- und andere TV-Angebote.

(Wien, 4.9.2010) Eine neue Studie von comScore zeigt, dass im vergangenen Jahr die Zahl der Minuten, die User vor Live Streaming Portalen wie UStream, Justin.tv oder Livestream verbracht haben.

 

Allein im Juli waren es 1,5 Milliarden Minuten in denen Videos von diesen Seiten betrachtet wurden. Das ist noch immer deutlich weniger, als die Zeit die für aufgezeichnete Videos aufgewendet wurde. Allein bei YouTube waren es im Juli 40 Milliarden Minuten, aber dies bedeutet nur ein Wachstum von 63 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Im Juli hatte Ustream 3,2 Million Unique Viewers, Justin 2,6 und Livestream 2,4 Millionen. Auf Ustream ist auch bereits deutscher und österreichischer Content zu finden, wie etwa von Football Austria – sowohl live als auch aufgezeichnet.

 

Laut comScore liegt dieses dramatische Wachstum nicht zuletzt auch an der deutlich verbesserten Qualität des Livestreamings. Neue Portale liefern bereits die vierfache Pixelzahl wie ein normaler HD-Fernseher. HD ist in der Zwischenzeit bereits der Minimalstandard geworden und selbst die billigsten Camcorder zeichnen in diesem Format auf.

 

Die Live-Streaming-Sites haben auch ein treues Publikum herangezogen, die immer wieder kommen. Dazu kommt, dass Livestreams im Schnitt um 7 Prozent länger sind als aufgezeichnete Videos. Und für mobile Nutzung ist Livestream ganz besonders interessant, da es eben das Live-Erlebnis „on the go“ ermöglicht. Kürzlich haben daher auch einige Portale wie Justin.tv und Ustream Apps für Android und iOS auf den Markt gebracht. Allerdings – die Beta Version der Ustream App für Android funktioniert nach meiner Erfahrung eher nur zufällig.

 

Das sind bad news für Kabelfirmen und andere Live-Angebote, denn je mehr Livestreams über das Web angeboten und gesehen werden, desto weniger Seher verzeichnen die klassischen Kanäle. Wobei die Gefahr nicht nur im Verlust von zahlenden Kunden liegt, sondern auch in der drohenden Reduktion der Werbeeinnahmen.

 

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