(30.1.2012, 08:23) Das FBI hatte den Zugriff zur Filehosting-Plattform Megaupload am 19. Jänner gesperrt und sieben Mitarbeiter verhaftet inklusive des Gründers und CEO Kim ‚Dotcom’ Schmitz, einem deutschen Staatsbürger. Die Anklage lautete auf illegales Filesharing und Verletzung von Copyrights.
Damit einher ging die Sperrung auf den Zugriff auch von privaten Daten der Kunden von Megaupload, die den Dienst als Backup und als Speicher nutzten. Rechtsexperten hatten diese Sperre privater Daten als ungesetzlich kritisiert. Klagen von Usern auf Herausgabe ihrer Daten sind bereits mit Unterstützung mehrerer Piratenparteien eingebracht worden.
Nun meldet Associated Press, dass das FBI plant die Daten von den Megaupload Servern bis Donnerstag komplett zu löschen, offenbar im Versuch vollendete Tatsachen zu schaffen.
Megaupload hatte berichtet, dass mehr als 50 Millionen Kunden auf seinen Servern eigene Daten gespeichert haben, inklusive Familienfotos und persönliche Dokumente. Sie haben keinen Zugriff mehr auf diese Daten, seit das FBI die Sperrung der Seite veranlasst hat, aber es hatte Hoffnung gegeben, dass sie ihre Daten zurückbekommen.
Megaupload hatte gegen Bezahlung Drittfirmen angeheuert um die Daten abzuziehen und zu sichern. Nun gab der Rechtsanwalt von Megaupload, Ira Rothken, bekannt, dass die dafür vorgesehenen Mittel von den Behörden gesperrt worden seien.
Das FBI hat ebenfalls Daten kopieren lassen und damit die Firmen Carpathia Hostings und Cogent Communicatiosn Group beauftragt. Rothken gibt nun an, dass die Firmen die Daten am Donnerstag löschen würden.
Rothken berichtet, dass Megaupload bei den Behörden gegen die Löschung der Daten Einspruch erhoben habe, denn sie seien nicht nur für deren Eigentümer wichtig, sondern auch für die Verteidigung von Megaupload. Eine Antwort der Behörden und von den beauftragten Firmen stehe noch aus.