(München, 22.4.2009) Der Münchner Technologiekonzern Siemens sieht Kurzarbeit als notwendige Maßnahme auf die wirtschaftliche Situation: Von bisher 12.000 Stellen wird die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland bis Juni möglicherweise auf 19.000 ansteigen. Ende des ersten Quartals waren es noch 7000 der 130.000 Siemensarbeitnehmer, meint Siemens-Personalvorstand Siegfried Russwurm gegenüber der deutschen "Bild".
Nachfrage entscheidend
Besonders seien der Industrieautomatisierungsbereich von Siemens und die Lichttechnik-Tochter Osram von der Rezession betroffen, wohingegen Energie- und Medizintechnikgeschäfte noch gut ausgelastet sind, erklärt Russwurm. Konkrete Zukunftsprognosen können nicht gemacht werden. Bis Ende September sollen jedoch keine Kündigungen vorgenommen werden, was danach kommt, steht noch in den Sternen. "Die Auftragslage, ergo der Kunde, entscheidet die Situation 2010", meint Russwurm abschließend.