(04.01.2012, 10:00) In Zukunft werden Fußgänger Gegenden mit hohen Kriminalitätsraten einfach umgehen können, indem ihnen Microsofts “Walking Directions” automatisch jene Route vorschlägt, bei denen solche Gebiete möglichst gemieden werden. Die intelligente Maps-Applikation passt Routen an die Tageszeit sowie den Zeitplan, das Umfeld und die Präferenzen des Nutzers an. Das womöglich beste Feature ist die Möglichkeit, dass die Technologie Gebiete mit hohen Kriminalitätsraten erkennt und den Fußgänger nur durch solche Gebiete gehen lässt, bei denen eine bestimmte Schwelle nicht überstiegen wird.
Fußgänger können verschiedenen Gefahren ausgesetzt sein. Sei es eine unsichere Nachbarschaft oder eine ungeschützte Gegend, bei der zu bestimmten Tageszeiten unangenehme Temperaturen herrschen können. Mit der neuen Technologie wird es nun aber möglich sein, Routen festzulegen, die auf solche Faktoren Rücksicht nehmen. Das System ist zudem dynamisch konzipiert, sodass Routen geändert werden können, sobald sich die Situation des Fußgängers ändert.
Die Technologie kann also aus den eingegebenen Nutzerdaten sehr schnell jene Faktoren filtern, die erforderlich sind, um eine Gehrichtung anzugeben, die speziell auf den Nutzer abgestimmt ist und ihn dennoch unter Berücksichtigung der jeweils präferierten Sicherheit ans Ziel bringt.
Vor allem in unbekannten Umgebungen oder im Ausland kann das System, das einem hilft, die „falsche“ Seite der Stadt zu meiden, sicherlich nützlich sein. Ob Microsoft die frisch patentierte Technologie auch bei Bing Maps einsetzen wird, ist noch nicht klar.
Wenn das Patent wirklich genutzt wird, könnte damit aber jedenfalls ein interessantes Verkaufsargument geschaffen werden. Microsoft versucht schon seit graumer Zeit Bing Maps und Windows Phone 7 zum Durchbruch zu verhelfen und sich gegen Apples iPhone und Googles Android sowie gegen Google Maps durchzusetzen. Es ist also anzunehmen, dass das Unternehmen jeden Wettbewerbsvorteil der realisierbar ist, nutzen wird.