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Mobile App Werbung im Vormarsch

 

Das geht aus einer Untersuchung des BVDW in Deutschland hervor. Dabei hat sich das Werbevolumen in Deutschland bereits auf das Niveau von 1995 reduziert.

(Wien, 29.8.2010) Der deutsche Werbemarkt ist im Jahr 2009 um sechs Prozent gesunken, laut ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft) fielen die Einnahmen damit so stark wie nie und sind mit 18,37 Mrd. Euro auf das Niveau des Jahres 1995 zurückgefallen - die Online Werbung ging leicht nach oben (um 1,3% auf nun 764 Mio. Euro).

 

Diese Entwicklung trifft Österreich sogar noch stärker, da viele internationale Konzerne ihre Werbevolumina so reduzieren, dass in kleineren Ländern gar keine Werbung mehr geschaltet wird, in den großen Ländern wie Deutschland, England, Frankreich oder Italien die Budgets aber gleich bleiben. Der Rückgang war daher in Österreich also sicherlich noch erheblich größer als die sechs Prozent in Deutschland.

 

Verschiebung des Werbevolumen zu Smartphones

Die Bedeutung mobiler Endgeräte als Werbeträger nimmt deutlich zu. Dies geht aus der Befragung „Trend im Prozent - Erfolgspotenzial mobiler Apps“ des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hervor. So sehen 95 Prozent der Befragten in den nächsten zwei Jahren generell eine höhere Relevanz mobiler Devices für die Werbewirtschaft, beziehungsweise rund 90 Prozent speziell im Bereich der Tablet-PCs.

 

Dabei gelten kostenlose Angebote mit Werbefinanzierung als das vielversprechendste Refinanzierungs-Modell mobiler Apps und derer Inhalte – davon gehen mehr als zwei Drittel der Teilnehmer aus. Die Chancen für eine Refinanzierung per Abo-Modell sehen die Befragten dagegen deutlich niedriger, wobei jedoch klar zwischen Smartphone- und Tablet-PC Apps differenziert wird: Hier liegt die Einschätzung mit 40 Prozent im Bereich der Tablet-PCs doppelt so hoch, im Vergleich zu den Smartphones mit 20 Prozent. Der BVDW befragte gut eine Woche lang schwerpunktmäßig Beschäftigte aus Unternehmen der digitalen Wirtschaft. Insgesamt sind rund 100 Fragebögen in die Auswertung eingeflossen.

 

Mobile Apps im Vormarsch

Den Ergebnissen der BVDW Trend in Prozent-Befragung zufolge wird die Nachfrage nach mobilen Apps durch Kunden beziehungsweise Unternehmen in den nächsten zwei Jahren entsprechend deutlich zunehmen. Im Bereich der Smartphones sehen dies insgesamt 93 Prozent der Befragten. Bei den Tablet-PCs sind es insgesamt 86 Prozent.

 

Nachrichten und Informationen bevorzugt

Als vielversprechendster Inhalt für Tablet-PCs sehen 79 Prozent Apps mit Nachrichten- und Informationsbezug. Dicht dahinter folgen mit 77 Prozent Apps mit Spiel- und Unterhaltungsschwerpunkt. Dahinter rangieren TV- und Film-Apps.

 

Beteiligung der Wirtschaftszweige an der Umfrage

Folgende Wirtschaftszweige der digitalen Branche haben sich an der BVDW-Umfrage „Trend in Prozent – Erfolgspotenzial mobiler Apps“ beteiligt: 33 Prozent Agenturen mit Schwerpunkt Online-Werbung, 21 Prozent Internet-Dienstleister, 12 Prozent Online- und Mobile-Vermarkter, zehn Prozent Portalbetreiber, Verleger beziehungsweise Publisher, fünf Prozent Online-Händler sowie 19 Prozent aus sonstigen Bereichen.

 

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Reaktionen auf diesen Artikel



Roland Kreutzer, 29.08.2010
Rückgang brutto!
Der genannte Rückgang an Investitionen in die Werbung ist noch dazu brutto zu verstehen, also vor Abzug an Rabatten. Wenn nun aber weniger Geld in die Werbung geht, dann versuchen die Anbieter die Kunden über größere Rabatte zu binden -> real dürfte die Geldmenge daher noch dramatischer gefallen sein, als es die Bruttozahlen zeigen.

Ob das auch online und mobile gilt, ist Spekulation, da die Rabatt-Schere hier ohnehin immer enorm und unterschiedlich war. Ich vermute, dass es hier genauso aussieht. Der Drang im Mobile zu Werbefinanzierung ist IMHO übrigens nur die Reaktion auf zu geringe Umsätze aus App-Abos...?

 
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