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Nicht ohne mein Facebook

 
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Laut einer aktuellen Studie der Telekom Austria Group dringen Wikipedia und Facebook bereits in alle Bereiche vor. Vor allem für die jungen User ist das www das Tor zur Welt.

(Alpbach, 01.09.2010) Anlässlich des diesjährigen Forum Alpbach stellte die Telekom Austria Group eine aktuelle Mediennutzungsstudie zum Thema "Informationsverhalten, Web 2.0 und Auswirkungen auf die Gesellschaft" vor. 500 User aus Österreich, Slowenien und Kroatien geben in der von GfK durchgeführten Studie einen Einblick in ihr digitales Sein.

Vertrauensquelle
Bereits drei Viertel der befragten Jugendlichen legen großen Wert auf einen Breitband-Internetanschluss. Jeder zweite Österreicher fühlt sich ohne Internetzugang bereits "von der Außenwelt abgeschnitten". In Slowenien fühlen sich 65 Prozent ohne Internet nicht wohl, in Kroatien sind es sogar rund 80 Prozent. Doch nicht nur die Internetnutzung ist hoch, sondern auch das Vertrauen ins World Wide Web. "Das positive Image von Web 2.0 Anwendungen als glaubwürdige Informationsquelle ist bei den Usern sehr hoch. Man kann sagen, Wikipedia ist das neue Fernsehen, die neue Tageszeitung, und das spiegelt sich auch in der abgefragten Glaubwürdigkeit wieder, die immerhin bei über 50 Prozent liegt", erklärt Rudolf Bretschneider, Geschäftsführer GfK Austria. Neben Wikipedia boomt aber auch Facebook bei den Digital Natives. 85 Prozent der österreichischen unter 19-Jährigen besitzen einen Account auf der Sozialplattform, in Slowenien liegt der Anteil bei 90 Prozent und in Kroatien gar bei 100.

Öffentliche Privatsphäre
User gehen mit ihren privaten Daten auf den Web 2.0-Plattformen laut der Studie allgemein sehr freizügig um. Länderunterschiede gibt es jedoch bei der Art der Daten. Kroatische Anwender gehen besonders unachtsam mit ihren Daten um, indem sie ihren vollständigen Namen angeben (67 Prozent), ein gut erkennbares Foto benützen (69 Prozent) oder ihre E-Mail-Adresse angeben (63 Prozent). In Slowenien geben die User lieber Auskunft über ihre Post-Anschrift (29 Prozent) sowie ihre Telefonnummer (20 Prozent). Interessanterweise sehen die Befragten die eigene Privatsphäre grundsätzlich weniger gefährdet als die der anderen. Sowohl in Österreich als auch in Slowenien machen sich ein Drittel der User überhaupt keine Sorgen über ihre Privatsphäre, in Kroatien ist es sogar gut jeder Zweite. Dennoch machen sich zwei Drittel Gedanken darüber, wie persönliche Inhalte aus dem Kontext gerissen werden könnten.

Politisches Web 2.0
Ein Großteil der befragten User glaubt, dass es durch das Internet die Möglichkeit von politischen Veränderungen gibt. Dem Web 2.0 wird zugetraut, für oder gegen ein Thema mobilisieren zu können. Wichtig sind die neuen Medien auch für das aktuelle Tagesgeschehen – die User holen sich die Neuigkeiten vermehrt über die diversen Plattformen. Bei der Unterhaltung geben jedoch nach wie vor das Fernsehen und das Radio den Ton an. Neben Information und Unterhaltung wird das Internet auch zur Kontaktpflege genutzt. Die Befragten gaben an, dass sich die sozialen Digitalnetzwerke positiv auf ihre Beziehungen auswirken.

Ein weiterer Trend ist weiterhin die Mobilität. Rund 30 Prozent der österreichischen und slowenischen User nutzen Social Media bereits auf ihrem Mobiltelefon. In Kroatien greifen 40 Prozent mobil auf das Internet zu. Während die Österreicher aber dennoch das persönliche Gespräch bevorzugen, werden in Kroatien und Slowenien E-Mail und Handy bei beruflichen Kontakten favorisiert.    

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