(31.01.2012; 09:00) Am gestrigen Montag veranstaltete der amerikanische Präsident Barack Obama einen Google+ Hangout. In diesem sprach er sich für den Schutz von geistigem Eigentum aus, dies aber auf eine Weise, die der Freiheit des Internets nicht schadet. Obama hat mit diesem Hangout eine an ihn gestellte Frage über SOPA beantwortet. Laut Mashable wurde die Frage über YouTube gestellt.
Der Gesetzesvorschlag SOPA befindet sich im Moment im ruhenden Zustand in der Abgeordnetenkammer und der Schwesterentwurf PIPA befindet sich im Senat momentan im Stillstand. Beide Gesetzesvorschläge zogen Mitte Jänner einen koordinierten Protest in Form von geschwärzten Webseiten nach sich. Einige Tage nach diesem Protest wurden beide Gesetze für unbestimmte Zeit verschoben.
In den Augen von Obama ist das amerikanische, geistige Eigentum eines der wichtigen Exporte des Landes und sollte daher geschützt werden. Ebenso müsse aber auch die grundlegende Integrität des Internets als offenes sowie transparentes System geschützt werden. Beide Schutzgüter müssen daher gleichermaßen bei Gesetzesvorschlägen berücksichtig werden.
Laut Steve Grove, dem Head of Community Partnerships bei Google+, haben über 135.000 Menschen Fragen für den Hangout eingereicht. Die Fragen wurden von Google und YouTube selektiert. Die Selektion erfolgte aufgrund der Anzahl der Stimmen, die andere User dieser Frage im Laufe der Tage verliehen haben. Grove gab ebenso bekannt, dass weder Präsident Obama noch Macon Phillips, der Direktor für neue Medien im Weißen Haus, die Fragen vorab erhalten haben.
Der Google+ Hangout markiert den Höhepunkt einer digital intensiven Woche des Weißen Hauses, die rund um den 24. Jänner aufgebaut war. Beamte des Weißen Hauses, wie der Vizepräsident Joseph Biden, haben im Laufe dieser Woche Fragen über Twitter beantwortet. Die Obama-Regierung veröffentlichte ihre Anti-SOPA-Position in einem Blog-Eintrag als Reaktion auf die We the People Petition. Neben den Gesetzesvorschlägen diskutierte Obama während des Hangout auch den Einsatz von unbemanntem Drohen, die wirtschaftlichen Probleme sowie die Bildung.