(18. 01. 2012; 13:30) Bereits vor einigen Tagen wurde von einem Vorfall berichtet, dass Google auf die Daten eines kenianischen Start-ups zugegriffen haben. Nun wollen Verantwortliche von dem Kartenprojekt OpenStreetMap, darunter auch Gründer Steve Coast, herausgefunden haben, dass die Manipulation an ihren Karten von denselben Adressen in Indien ausgegangen sein soll, wie schon bei dem Start-up Mocality.
Die Manipulationen gehen so weit, dass die Richtung von Einbahnstraßen geändert wurde, sowie auch gesamte Kartendaten gelöscht worden sein sollen. Darunter sind Großstädte wie London und New York betroffen. Eine vollständige Analyse von dem angerichteten Schaden werde noch einiges an Zeit brauchen. Immerhin wurde von den beiden entdeckten IP-Adressen und weiteren 17 Konten über 120 000 Mal auf OSM zugegriffen.
Google reagierte prompt auf die Vorwürfe und bestätigte die Zugriffe auf das Open-Source-Projekt und teilte außerdem mit, die Verantwortlichen, zwei externe Mitarbeiter, bereits entlassen zu haben. Berichten zufolge, sollen zwanzig Veränderungen an OpenStreetMap vorgenommen worden sein.
Auch wenn Google in direkter Konkurrenz zu dem Unternehmen steht und man vielleicht GoogleMaps in Gefahr sehen könnte, ist dieses Vorgehen dennoch merkwürdig. In den letzten Jahren arbeitete der Konzern eng mit OSM zusammen. Auch Finanzierungen für das Projekt an sich und Studenten, die an dem Projekt mitgearbeitet haben, hat es gegeben.
Hier beide Kartenanbieter im direkten Vergleich:
