Laut Gartner steigen die weltweiten PC-Verkäufe heuer um 19 Prozent. Knapp 368 Millionen Computer wandern über die Ladentische.
(Stamford, 31.08.2010) Das IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner erwartet sich für das Jahr 2010 einen PC-Absatz von 367,8 Millionen Stück. Das entspricht einem Wachstum von 19,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als 308,3 Millionen Computer verkauft wurden.
Belastungstest "Der PC Markt ist in der ersten Jahreshälfte 2010 wieder aufgelebt, aber der tatsächliche Belastungstest wird erst jetzt kommen", sagt Ranjit Atwal, Research Director bei Gartner. "Wir haben unsere Wachstumsvorhersagen für die zweite Jahreshälfte 2010 auf 15,3 Prozent reduziert, ungefähr zwei Prozent unter unsere vorherige Prognose, in Hinblick auf die unsichere ökonomische Perspektive für die USA und Westeuropa. Es besteht kein Zweifel, dass die Nachfrage nach Consumer- und wohl auch Business-PCs bedingt durch die Erwartungen in den entwickelten Märkten zurück geht. Die aktuellen drastischen Änderungen in der PC-Supply-Chain waren zu einem nicht unbeträchtlichen Teil eine Reaktion auf eine befürchtete, stark verlangsamte Nachfrage in den entwickelten Märkten. Allerdings ist die Risiko-Aversion der Anbieter ein ebenso großer Faktor für die Veränderungen wie jeder momentane Nachfragerückgang."
Ihren Höhepunkt erreicht haben zudem Netbooks. Ihr Anteil am mobilen PC-Markt fiel im zweiten Quartal dieses Jahres auf unter 18 Prozent. Bis 2014 wird ein weiterer Einbruch auf etwa zehn Prozent erwartet. Das iPad hat – entgegen den Vermutungen – nichts mit dem Fakt zu tun, dass sich die Netbooks auf dem absteigenden Ast befinden. Denn das iPad ist wesentlich teurer als die Netbooks. Einen weiteren Bedeutungsverlust könnten die kleinen mobilen PCs jedoch durch günstigere iPad-Imitationen erfahren, wie sie von vielen Herstellern geplant sind.