(21.07.2011; 15:45) Ägyptische Anti-Regierungsblogger arbeiteten im Februar 2011 von ihren Laptops aus. In den Nachwehen der arabischen Aufstände auf Twitter und Facebook fragte das Pentagon Wissenschaftler wie Propaganda in sozialen Netzwerken gefunden und wie darauf reagiert werden kann.
Die US-Militäreinheit, die sich mit High-Tech-Forschung beschäftigt, die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) hat versucht die Ereigniskurve in den neuen Medien zu analysieren. Dafür haben sie einen Anforderungskatalog entworfen unter welchen Gesichtspunkten die Ereignisse zu klassifizieren sind. Ziel des Programms war es gezielte und irreführende Nachrichten sowie Fehlinformationen von Regierungsgegnern in sozialen Netzwerken zu finden.
Das Projekt spiegelt die Bedenken des Top-Militärs über den schnellen Wandel im Nahen Osten wieder. Dort waren die sozialen Netzwerke Motoren des Protestes, die gegen einige langjährige verbündete Länder der USA gerichtet waren. Einige hochrangige Offiziere haben sich privat über die Notwendigkeit einer besseren Übersicht von Unruhen, die durch soziale Netzwerke gestartet werden, ausgesprochen.
Ereignisse mit strategischer sowie taktischer Bedeutung für die amerikanischen Streitkräfte spielen sich zunehmend in sozialen Netzwerken ab. So lautete eine Mitteilung von DARPA und daher müsste man sich dieser Ereignisse besser bewusst werden. Nur so könne man auf die Ereignisse entsprechend reagieren. Die sozialen Netzwerke haben laut DARPA eine bahnbrechende Wirkung auf die Kriegsführung.
Veränderungen an der Art der Konflikte, die durch soziale Medien entstehen, sind wahrscheinlich ebenso tiefgreifend wie jene Veränderungen, die durch die früheren Kommunikationsrevolutionen herbeigeführt worden sind. Dem Vorschlag von DARPA zufolge sollen die Forscher in sozialen Medien die Bildung, Entwicklung und Verbreitung von Ideen sowie Konzepten aufdecken und klassifizieren.
