Peter Gabriel eröffnet Musikplattform CueSongs

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Peter Gabriel eröffnet Musikplattform CueSongs

 
 


CueSongs ist ein Projekt von Peter Gabriel und Ed Averdiek, mit dem Firmen und Entwicklern lizenzierte Musiktitel angeboten werden, die diese einfach und ohne komplexe Vertäge nutzen können.

 

(01.02.2012, 14:30) Peter Gabriel und Ed Averdiek, früherer Manager bei Nokia Music, haben mit CueSongs eine neue Musikplattform gegründet, die Firmen und Entwicklern lizenzierte Titel anbietet, um diese einfach in Diensten einbauen zu können, ohne komplexe Lizenzierungsprozesse durchlaufen zu müssen. Die beiden haben das Projekt ins Leben gerufen, da die Nachfrage nach lizenzierter Musik, die in Apps, Webseiten, Online-Videos oder integriert in mobilen Geräten ohne Rechtsprobleme verwendet werden kann, immer größer wird. Damit soll es Firmen und Entwicklern ermöglicht werden, ohne den potenziell teuren und langen Abschluss von Lizenzverträgen, Musiktitel einfach nutzen zu können und in ihren Diensten einzubauen. Das Angebot umfasst zahlreiche Titel von unterschiedlichen Künstlern, die bei verschiedenen Labels und Produzenten unter Vertrag stehen. Darunter finden sich auch bekannte Labels wie Sony Music, Sony ATV, Cooking Vinyl und Southern Fried Records.

 

Peter Gabriel, ein englischer Musiker und Video-Künstler, der vor allem als Frontmann und Gründungsmitglied der Progressive-Rock-Band Genesis bekannt wurde, ist der Meinung, dass die Möglichkeit Musik-Lizenzen auszuhandeln noch immer ein Bereich ist, der einigen Wenigen vorenthalten ist und der klassische Weg zu diesen Musikrechten zu kommen, für viele zu teuer ist. Zudem zieht sich der Prozess oft zu sehr in die Länge, weshalb es nun an der Zeit ist, einen Markt zu gründen, auf dem man einfach und günstig lizenzierte Songs erstehen kann.

 

CueSongs ist somit für alle gedacht, die sich sicher sein wollen, mit der Nutzung von Musik keine Urheberrechte zu verletzten, gleichzeitig aber nicht gewillt sind, lang mit Musikverlagen zu diskutieren und dabei viel Geld und Nerven zu investieren. Gabriel betont auch die Möglichkeit, mit diesem neuen Markt für Musik in erster Linie für Künstler und Musiker neue Einkommensquellen schaffen zu können.

 

Der Dienst wird in einer Beta-Version zunächst für eine ausgewählte Anzahl von Agenturen, Firmen und anderen Geschäftsinhabern geöffnet werden, bevor er endgültig für die Masse zugänglich gemacht wird.

 

Ed Averdiek bewarb das neue Portal, indem er darauf hinwies, dass auch Firmen bereit sein würden, für Musikdownlads zu bezahlen, solange man ein Geschäftskonzept hat, das überzeugen kann. Wenn man den Dienst einfach genug gestaltet und zudem einen passablen Preis dafür verlangt, werden auch Unternehmen und Entwickler bereit sein, diesen Preis zu bezahlen.

 

Die Ankündigung der Plattform CueSongs kam zeitgleich mit der Veröffentlichung EMIs, zukünftig auch Robbie Williams zu der Liste von Künstlern zuzufügen, deren Titel mit dem Projekt OpenEMI genutzt werden können.

 

Das Label EMI hat dieses Projekt bereits letzten November in Zusammenarbeit mit Echo Nest angekündigt. Dabei haben Entwickler Zugang zu lizenzierter Musik der Künstler, die mit EMI unter Vertrag stehen. Das Projekt soll, so Bertrand Bodson, welcher der Senior-Vize-Präsident des digitalen Marketings bei EMI ist, für beide Seiten vorteilhaft sein. Sowohl Entwickler als auch Rechteinhaber können von der Zusammenarbeit profitieren. Vor allem sollen die Entwickler auch dazu gebracht werden, mit Musikverlagen zusammenzuarbeiten, da sie bei der Entwicklung neuer Technologien, in denen die Musik zum Einsatz kommt, weit mehr Erfahrung, als die Verlage selbst aufweisen. Wenn der Zugang zu diesen Titeln aber zu aufwendig, zu komplex und teuer ist, werden Entwickler und Techniker andere Wege finden, um Musik in ihren Diensten einzubauen.

 

Bodson sprach auch das Problem an, dass einige Risikokapitalgeber, welche die Projekte der Entwickler finanzieren, sich häufig davor scheuen, Vorhaben zu unterstützen, bei denen Rechteinhaber stark verstrickt sind. Damit geht natürlich auch das Problem einher, dass Entwickler auf unlizenzierte Musik setzen, um Geldgeber zufriedenzustellen. Am Ende ergibt sich dadurch eine Situation, in der die Entwickler nicht die Musik nutzen, die sie eigentlich verwenden wollen und den Musikern nicht die Einnahmen zukommen, die sie verdienen hätten können.

 

Ein Vorschlag, der in der derzeitigen Hargreaves Review des Digital Economy Act zu finden ist, bezieht sich auf die Schaffung einer Digitalen Copyright-Börse. Ähnlich wie die Projekte, die derzeit ins Leben gerufen werden, soll also auch hier eine eigene Plattform gegründet werden, auf der man Copyright-Inhalte leichter und günstiger erwerben kann. Hauptziel ist es, den Rechteinhabern mehrere Einnahmequellen verschaffen zu können und Technologieunternehmen und Entwicklern einen einfacheren und günstigeren Zugang zu geschützen Inhalten zu bieten.

 

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