(19.10.2011, 13:00) Sean Parker ist Mitbegründer von Napster und ehemaliger Präsident von Facebook. Laut Parker hat das soziale Netzwerk ein schwerwiegendes Problem: So ist es allerdings nicht etwa die mangelnde Privatsphäre, die Facebook zusetzt, sondern die Tatsache, dass immer mehr Power-User das Netzwerk verlassen und sich der Konkurrenz hinwenden. Google+ und Twitter profitieren von diesem Wechsel. Im Zuge des Web 2.0 Summit hat Parker seine Meinung dazu geäußert.
Sean Parker nennt Power-User die Art von Nutzer, die auf sozialen Netzwerken tonangebend sind. Die Inhalte von Power-Usern werden von vielen Personen verfolgt und geteilt – sie sind „wichtige Netzwerker“. Diese wichtigen User haben laut Parker, Facebook verlassen, da sie auf Google+ und Twitter ihre geteilten Inhalte besser kontrollieren können.
Laut Parker fehlen Facebook die Möglichkeiten, die großen Mengen an Inhalten ordentlich zu verwalten. Power Usern fehlt es auf Facebook an der nötigen Kontrolle ihrer Informationen – wer sie sehen darf und mit wem sie geteilt werden. Es fehlt an den nötigen Funktionen und Tools.
Facebook versucht zwar regelmäßig die Kontrolle der Privatsphäre zu verbessern, doch laut Parker wären Tools, um die geposteten Inhalte zu managen wichtiger um die Power-Users zu halten.