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Produktentwicklung 2.0

 
Fotocredit: SXC, Martin BOULANGER
 

Das österreichische Unternehmen Solvster macht vor, wie aus Web-2.0-Ideen Produkte werden, indem es Social Media für Produktentwicklung heranzieht.

(Wien, 05.07.2010) Zugegeben, Social Communities für die Produktgestaltung miteinzubeziehen ist zwar nicht der allerneueste Schrei, aber dennoch von den meisten Unternehmen nicht im Alltagsgebrauch integriert. Solvster (http://www.solvster.com/) hat eine spezielle Werbeplattform entwickelt, die via Crowdsourcing Konsumenten in den gesamten Entwicklungsprozess von Dienstleistungen, Services und Produkten miteinbezieht: vom Ideen-Brainstorming bis zum fertigen Produkt.

Optimierungspotenzial
Die Unternehmen sparen so nicht nur Kosten und Ressourcen, sondern maximieren – bevor das Produkt noch auf dem Markt ist – die Erfolgschancen bei den Kunden. Angesichts einer 80-prozentigen Gefahrenquote von Produktscheitern am Markt macht diese Kundenintegration durchaus Sinn. 'Diese Prozesse bergen ein enormes Optimierungspotential, denn der Kunde entscheidet letztendlich über den Erfolg eines Produkts - ihn bereits in den Entwicklungsprozess einzubinden, ist eine logische Konsequenz und mittels Web einfach wie noch nie', so Dietmar Eglhofer, der Gründer von Solvster.

Bedürfnisse erkennen
Anstatt hinter verschlossenen Labortüren und am Kundennutzen vorbei zu experimentieren, wird durch die Methode Crowdsourcing direkt vor und mit dem Kunden gekocht. Dabei handelt es sich um eine Form des User Generated Content, eine Plattform für Kunden zur Mitbestimmung, welche Produkte sie brauchen, nutzen, gut oder schlecht finden. Diese kommunikative Brücke zwischen Konsument und Hersteller hilft die Bedürfnisse der Kunden kennenzulernen und unternehmerisch relevante Ideen zu formulieren.

Das Konzept ist in drei Arbeitsschritte – TrendQuest (Diskussionsforum), IdeaQuest (der systematischen Befragung) und ShopQuest (Kundenbefragung zu Produkt und Preis) – eingeteilt.

Rechtlich abgesichert
Die Crowd (die Menge) wird über Incentives, also Kaufanreize wie Geld oder Sachpreise beim Abkaufen ihrer Produktideen belohnt. Die Online-Community zeigt sich sehr kooperativ bei Produktinnovationen. Nicht an guten Ideen, sondern an der Umsetzung mangelt es jedoch, so Solvster-Gründer Dietmar Eglhofer zum Engagement der User.

Gleichzeitig wird ein lückenloses Rechtemanagement abgewickelt, das die Unternehmen bei der Produktumsetzung absichert. Die Rechte zur kommerziellen Verwertung liegen dann bei den Kunden.

Zielgruppen
Solvster richtet sich vor allem an Produzenten und Dienstleister, die ihre Produkte an eine breite Basis von Endverbrauchern verkaufen, eine Kultur der offenen Innovation vertreten und die durch die Erschließung neuer Marktsegmente wachsen wollen.

Ideenbörsen
Der Boom solcher Ideenbörsen schafft neue Möglichkeiten für Business Practice Lösungen. Mehr Informationen gibt es auf Innocentive.com 

Auch die Telekom Presse nutzt Social Media Möglichkeiten in der Produktentwicklung und holt auf Facebook die Meinung der Leser und Kunden zum Cover des bevorstehenden PFM Magazins ein.
  

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Fotos: Fotocredit: SXC, Martin BOULANGER
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