(19.12.2011: 13:00) Vor einigen Wochen noch, meinte Mark Zuckerberg in Google+ keine ernsthafte Bedrohung für Facebook zu sehen und bezeichnete es in einem Interview noch dazu, als eine kleine Version seines sozialen Netzwerkes.
Zu Beginn waren Nutzer von Google+ sehr inaktiv und teilten kaum Inhalte. Mitglieder mussten schnell feststellen, dass Freunde ihnen von Facebook nicht folgten. Sprüche wie: Stell dir eine Party vor und niemand ist dort, so ist Google+, musste man sich öfters von überzeugten Facebook-Anhängern anhören.
Dass Google+ in letzter Zeit immer mehr an Mitgliedern gewinnt, lässt sich nicht abstreiten. Man kann sich auch darauf einstellen, dass immer mehr zu Google+ wechseln werden, oder sich dafür entscheiden ein zweites Netzwerk zu pflegen.
Als Indiz dafür werden prominente Neuzugänge wie Britney Spears und Barack Obama gesehen. Die Sängerin hat auf ihrem offiziellen Google+-Profil bereits über eine Million Follower und auch das Profil des US-Präsidenten wird auf eine ähnliche Zahl von Anhängern geschätzt.
Man mag sich vielleicht im ersten Moment denken, dass diese Personen nicht unbedingt ausschlaggebend für den Erfolg eines sozialen Netzwerks sind, jedoch war gerade das ein wichtiger Faktor für die Etablierung von Twitter, zumindest in den Staaten. Man kann davon ausgehen, dass Prominente zu einer Verbreitung beitragen und dass dies den ein oder anderen Nutzer zu Google+ bewegen könnte.
Außerdem hat auch Barack Obama durch den Einbezug von sozialen Medien in seinem letzten Wahlkampf bereits für Aufsehen gesorgt, und dass er nun Google+ mit einbezieht, ist ein klares Signal dafür, dass man dieses Netzwerk nicht mehr außer Acht lassen darf.