Die 15. Ausgabe des Greenpeace-Ratgebers "Grüne Elektronik" beschert einigen Elektronikkonzernen weitere Punkteabzüge. Viele scheitern an den eigenen Umweltzielen.
(Wien, 26.5.2010) In der 15. und aktuellen Ausgabe des Greenpeace-Ratgebers "Grüne Elektronik" haben sowohl Dell, als auch Samsung und Toshiba Abzugspunkte kassiert. Alle drei Unternehmen haben ihre selbst festgelegten Zeitpläne zur Entfernung von Polyvinylchlorid (PVC) und bromierten Flammschutzmitteln (BFR) aus ihren Produkten wieder zurückgezogen.
Negativentwicklung Durch die Nichteinhaltung der eigens gesteckten Ziele muss Toshiba einen großen Rückschritt vom dritten auf den 14. Platz hinnehmen, Samsung rutscht von Platz sieben auf die 13. Stelle des Rankings. LG Electronics fällt von Platz sechs auf die zwölfte Stelle zurück, da in einem Bericht über die Energieeffizienz der Firmenprodukte nur mangelhafte Informationen kommuniziert wurden. Der entsprechende LG-Bericht wurde bereits zwei Mal von der Kontrollbehörde ins Visier genommen, weil die Energieeffizienz-Kriterien zum Vorteil von LG Electronics manipuliert worden sein sollen. "Die großen Elektronikfirmen können nicht einfach von sich behaupten, umweltfreundliche Produkte herzustellen, solange sie ihre eigenen Versprechen nicht einhalten und somit endlich all die Substanzen beseitigen, die schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit wie auch die Umwelt haben", meint Greenpeace-Sprecherin Claudia Sprinz.
Gewinner Zu den Aufsteigern des aktuellen Rankings zählen hingegen Panasonic (von Platz zehn auf Platz sechs), Sony (von sieben auf sechs, gleichauf mit Panasonic), HP (vom elften auf den achten) und Sharp (von Platz 13 auf neun). "Einige Firmen konnten durchaus Fortschritte in Richtung einer umweltfreundlicheren Zukunft für Elektronikprodukte machen", berichtet Sprinz. "Denn diese Unternehmen hielten ihre Zusagen ein, innerhalb eines bestimmten Zeitraumes besonders gefährliche Chemikalien aus ihren Produkten zu entfernen. Nun müssen auch die anderen Konzerne diesen Beispielen folgen, damit endlich im großen Rahmen Produkte vertrieben werden können, die ohne PVC und BFR auskommen."