Research in Motion reagiert auf Indiens Sicherheitsbedenken und lässt eine behördliche Überwachung seiner Blackberrys zu.
(Wien, 03.08.2010) Der kanadische Smartphone-Hersteller lenkt einem Zeitungsbericht der "The Economics Times" zufolge bei Indiens Blackberry-Sicherheitsbedenken ein. RIM öffnet demnach den Behörden die Dienste seiner Smartphones zur Überwachung.
So sollen künftig technische Codes für geschäftliche E-Mail-Dienste freigeschaltet, binnen 15 Tagen Zugang zu allen Kunden-Emails gewährt und innerhalb von sechs bis acht Monaten Programme zur Chat-Überwachung entwickelt werden. Dem Bericht zufolge will der Blackberry-Produzent dem Telekom-Ministerium noch am Dienstag weitere Details zu den Angeboten präsentieren.
Zuletzt hatte RIM für Furore gesorgt, da die Vereinigten Arabischen Emirate gedroht haben, den Internet-Zugang zu Blackberrys im Land zu blockieren. Das verschlüsselte E-Mail-Programm ist Ursache dafür und gleichzeitig einer der Gründe für die Beliebtheit des Smartphones. Im Geschäftsfeld punktete RIM damit gegenüber seinen Kontrahenten Apple oder Nokia.