(12.01.2012; 16:30) Die Online-Musikplattformen bekommen nun Konkurrenz: Rdio, ein Online-Musik-Dienst des Skype Mitbegründers Janus Friis, ist ab heute in Deutschland an den Start gegangen. Rdio (gesprochen: ar-die-oh) ermöglicht bei einem Abo um 4,99 Euro bzw. 9,99 Euro im Monat, einen unbegrenzten Zugriff auf rund 12 Millionen Musiktiteln. Dabei können die Songs über den Browser am Heim-PC oder mit der teureren Variante um knapp 10 Euro über native Apps auf mobilen Endgeräten abgespielt werden. Zudem lassen sich die Songs auch herunterladen und im Offline-Modus hören.
Zu dem Dienst soll man also von überall aus Zugang haben. Ein besonderer Vorteil liegt auch darin, dass man den Musik-Streaming-Dienst eine Woche lang gratis testen kann. Danach werden die knapp 5 Euro im Monat fällig, um den Service weiter nutzen zu können.
Das Geschäftskonzept erinnert also sehr stark an Spotify, ein Musikdienst, der ebenfalls auf monatlicher Abo-Basis funktioniert und sich in letzter Zeit stark entwickeln konnte. Spotify ist seit November letzten Jahres in Österreich erhältlich, was sich auch im Facebook Newsticker immer häufiger zeigt, da hier automatisch gehörte Titel via Frictionless Sharing mit Freuden geteilt werden. In Deutschland konnte Spotify wegen noch ausstehenden Einigungen mit der deutschen Verwertungsgesellschaft GEMA noch nicht online gehen.
Es wird daher sehr wahrscheinlich sein, dass Rdio vor allem am deutschen Markt sehr gut punkten und sich über viel Zulauf freuen wird. Konkurrenz hat es in diesem Markt vor allem von den bereits etablierten Online-Musik-Diensten simfy und Deezer zu befürchten. Rdio selbst ist ein Unternehmen mit Sitz in San Francisco, welches seinen Dienst bisher in den Staaten, in Kanada und Brasilien zur Verfügung stellte und sich nun auch auf den europäischen Markt konzentriert.
Das Unternehmen konnte mit allen großen Plattenfirmen wie EMI Music, Sony Music Entertainment, Universal Music Group und der Warner Music Group Vereinbarungen über Lizenzen treffen. Auch Tausende nationale und internationale Indie Labels haben ihre Musikrechte an den Musik-Streaming-Dienst verkauft und auch neue Musik soll umgehend in der Datenbank von Rdio zur Verfügung stehen. Der Dienst selbst ist komplett werbefrei und bietet zudem eine Synchronisation mit iTunes an. Sämtliche Songs der eigenen iTunes-Bibliothek können somit auch mit dem Rdio-Account abgespielt werden.
Auf rdio soll auch das soziale Miteinander gepflegt werden. Es wird eine Follow-Funktion eingerichtet sein, mit der man den Musikgeschmack anderer Nutzer verfolgen, ihre Tracks hören und gemeinsame Playlists erstellen kann. Der offizielle Rdio-Launch in Deutschland wird von 100 Insidern begleitet bei dem DJs, Musiker und Musikredakteure dabei täglich ihre “Plattensammlungen” öffentlich machen werden. Man kann also gespannt sein,was der neue Musik-Streaming-Dienst so alle zu bieten haben wird.