(17.1.2012, 12:30) Montagabend war es soweit: Der österreichische Investor Ronny Pecik hat nun bereits die 20% Hürde bei der Telekom Austria übersprungen. In einer Aussendung teilte die Telekom Austria Group mit, dass die RPR Privatstiftung, Wien, direkt und indirekt 15,018% der Aktien der Telekom Austria AG hält. Zusätzlich hält die RPR Privatstiftung indirekt Call-Optionen für 5,100% des Grundkapitals der Telekom Austria AG.
Die Marathon Zwei Beteiligungs GmbH, eine 100% Beteiligungsgesellschaft der RPR Privatstiftung, hält 66.467.000 Aktien der Telekom Austria AG, welches einem Anteil von 15,004% am Grundkapital der Telekom Austria AG entspricht. Die RPR Privatstiftung hält direkt 64.721 Aktien der Telekom Austria AG, die 0,015% des Grundkapitals entsprechen.
Zusätzlich hält Marathon Zwei Beteiligungs GmbH Call-Optionen (American Style) um 5,100% oder 22.593.000 Aktien der Telekom Austria AG zu erwerben. Diese Call-Optionen können jederzeit bis zum 18. Juni 2012 ausgeübt werden.
Insgesamt hält die RPR Privatstiftung direkt und indirekt 20,118% an der Telekom Austria AG über Aktien und Optionen.
Von Insidern ist aber zu hören, dass Pecik sogar über weit mehr Aktien verfügen soll, als dies offiziell bis dato bekannt gegeben wurde. Pecik soll bereits Kopf an Kopf mit der Staatsholding ÖIAG liegen, die 28,42 Prozent der TA-Aktien hält.
Pecik soll im Auftrag von Geldgebern handeln, die bei der TA einsteigen wollen. Angeblich soll es sich dabei um den ägyptischen Milliardär Naguib Sawiris drehen. Er hatte mit Orascom-Holding unter anderem im Tourismus, Gesundheitswesen und in der Telekommunikation ein Milliardenvermögen über die vergangenen 30 Jahre verdient.
Pecik hatte schon früher angekündigt Einfluss auf Aufsichtsrat und Vorstand nehmen zu wollen. Vor allem die Dividendenpolitik hatte er heftig kritisiert, 76 Cent pro Aktie seien nicht finanzierbar. Darauf hat allerdings die TA schon reagiert und die Dividende für 2011 auf 38 Cent je Aktie gekürzt.