(15.1.2012, 19:00) Die Rekordergebnisse sind auf ein hervorragendes Wachstum im Kerngeschäft mit Unternehmensanwendungen, die starke Nachfrage im Bereich Analyse- sowie Mobilitätslösungen und das beschleunigte Umsatzwachstum mit der SAP HANA Technologie zurückzuführen. Mit zweistelligem Wachstum hat die SAP den Wettbewerb übertroffen und erhebliche Marktanteile gewonnen.
Mit SAP HANA wurden über 160 Mio. € Softwareerlöse erzielt und damit das Gesamtjahresziel 2011 von 100 Mio. € deutlich übertroffen. Auch mit Mobilitätslösungen wurde das Gesamtjahresziel von ebenfalls 100 Mio. € Softwareerlösen überschritten.
“In einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld haben wir 2011 die besten Ergebnisse in der 40-jährigen Geschichte der SAP erzielt. Wir haben deutlich Marktanteile gewonnen und sind in allen Regionen zweistellig gewachsen“, sagten Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe, Vorstandssprecher der SAP. „Unsere Innovationsstrategie ist erfolgreich. Unsere Kunden erkennen, dass wir einen enormen Mehrwert bieten und SAP die beste Wahl ist.“
„Die SAP erzielte sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag herausragende Ergebnisse. Wir steigerten unsere operative Marge, währenddessen wir kontinuierlich in Vertrieb und Marketing investiert haben, um zukünftige Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen,“ sagte Werner Brandt, Finanzvorstand der SAP.
Der deutsche Konzern setzt sich deutlich von der Konkurrenz ab. Während Oracle und die Software AG zuletzt schwächelten, legte Europas größter Softwarekonzern überraschend gute Zahlen vor.
2011 kletterte der Konzernumsatz des Weltmarktführers für Unternehmens-Software um 14 Prozent auf 14,23 Milliarden Euro. Der Großteil stammt aus dem Verkauf von Softwarelizenzen und Wartungsdiensten, dabei legte SAP ein Plus von 17 Prozent auf 11,35 Milliarden Euro vor. Vorgenommen hatte sich SAP einen Zuwachs von zehn bis 14 Prozent und zuletzt in Aussicht gestellt, das obere Ende dieser Spanne zu erreichen.
Parallel zu diesem kräftigen Erlöswachstums erhöhte sich auch die Ertragskraft von SAP. Die Rendite rückte damit näher an die der rentableren Konkurrenten aus den USA - Oracle und Microsoft - heran. Mit der um Sondereffekte und Wechselkurse bereinigten operativen Marge von 33,1 (Vorjahr: 32) Prozent übertraf SAP seine selbstgesteckte Prognose von 32,5 bis 33 Prozent ebenfalls leicht und beförderte damit den Aktienkurs um mehr als drei Prozent nach oben. Als Betriebsgewinn für das Jahr 2011 wiesen die Walldorfer 4,71 Milliarden Euro aus, 19 Prozent mehr als im Jahr davor.
„Wir haben unsere operative Marge gesteigert und kontinuierlich in Vertrieb und Marketing investiert, um zukünftige Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen“, sagte Finanzvorstand Werner Brandt. Vor allem für neue Datenanalyse-Software und Datenbank-Technik rührte SAP zuletzt die Werbetrommel und greift damit Oracle frontal an. Der US-Konkurrent - der nach Microsoft und SAP weltweit drittgrößte Softwarekonzern - lieferte zuletzt enttäuschende Zahlen ab, was die Investoren auch zu Verkäufen bei SAP-Aktien veranlasst hatte.
Nachdem Oracle in seinem zweiten Geschäftsquartal per Ende November lediglich einen Umsatzzuwachs um zwei Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar verbuchen konnte, waren an den Finanzmärkten Sorgen über einen weltweiten Abschwung der IT-Ausgaben der Unternehmen und der öffentlichen Hand aufgekommen. Die Kunden zögerten nur länger mit dem Kauf neuer Informationstechnik, hatte Oracle die Anleger beruhigt.