(06. 01 2012; 14:30) Die Missioniarische Kirche des Kopimismus hat strenge Ansichten. Information ist heilig und Kopieren ein Sakrament. Als Sünde werden aber Überwachung und Lauschangriffe angesehen.
Die Kopimisten mussten formale Richtlinien festlegen um offiziell anerkannt zu werden. Die Formen des Gebets und der Meditation mussten detailliert beschrieben werden, ehe sich die Behörden dazu bereit erklärten, den Kopimismus und seine auf mittlerweile 3000 Anhänger gewachsene Glaubensgemeinschaft als Religion einzutragen.
Der Philosophie-Student Isak Gerson gründete 2010 die Kirche. Sinn hinter diesen Bestrebungen sieht der Student darin, dass man mit dem Erreichen der staatlichen Anerkennung nicht mehr in Angst vor Verfolgung leben muss. Gemeint ist vermutlich die Strafverfolgung, da Filesharing auch in Schweden illegal ist.
Isak Gerson erhofft sich, dass das Kopieren von urheberrechtlich geschützten Inhalten sein Stigma verliert und vor allem durch die Anerkennung durch die Behörden mehr Anhänger zu finden, die sich offen dazu bekennen Kopimisten zu sein.
Man darf aber nun nicht davon ausgehen, dass Filesharing, also Verstöße gegen das Urheberrecht nun legal sind. Es gilt auch weiterhin als illegal und wird strafrechtlich verfolgt. Der Gründer baut aber darauf, dass in Zukunft bei neuen Gesetzen auf die Kirche Rücksicht genommen wird.